Eine Nachricht hat in diesen Tagen für Aufregung unter den Automobilisten gesorgt: Apple soll ein Elektroauto planen, das spätestens 2020 in Produktion gehen könnte. Zu diesem Zweck soll das Unternehmen eine Personalmanagerin bei Tesla abgeworben haben. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und im Kampf um das Auto der Zukunft auch die Fantasien der Entscheider in der Automobilindustrie. Einige waren auf dem 15. Internationalen CAR Symposium in Bochum vertreten. Dort wurden Visionen des Autos der Zukunft gezeichnet. In Silicon Valley (USA) wird fieberhaft an der automobilen Revolution gearbeitet. So könnte der Kunde von morgen ein E-Auto ohne Lenkrad besitzen, das ihn sicher und vernetzt durch den Alltag fährt. Ja genau, der Autobesitzer der Zukunft muss nicht mehr selber steuern, sondern liefert sich - dem technischen Fortschritt sei Dank - einem Roboterauto aus. Mit dem Smartphone bzw. iPhone in der Tasche lässt sich das Auto jederzeit herbeirufen. Praktisch und beängstigend zugleich! Vielleicht benötigen wir in Zukunft allenfalls einen Fahrzeug- und keinen Führerschein mehr. Aber selbst das ist möglicherweise dank Car Sharing garnicht mehr erforderlich. "City-Driving on Demand" nennt sich ein Pilot-Projekt von Ford in London. Pendler können ein Auto über eine App oder ein Call-Center buchen, welches per Smartphone oder Mitgliedskarte entriegelt wird und rund um die Uhr zur Verfügung steht. Im Mietpreis enthalten, sind Kosten für Kraftstoff, Versicherung sowie die City-Maut. In der Zukunft wird man möglicherweise einfach von einem Mietauto abgeholt bzw. durch den Alltag kutschiert. Zurück zu Apple: Das Apple iCar wird angeblich zur Zeit unter dem Projektnamen "Titan" entwickelt. Dafür spricht auch, dass der bisherige Entwicklungschef von Mercedes Benz in Silicon Valley zu Apple gewechselt ist. Allerdings wird beim Apple iCar vermutlich der Fahrer sein Schicksal nicht ganz dem Computer überlassen. Beim teilautonomen Fahren lenkt das Auto sozusagen auf Anforderung, also wenn der Mensch sich entlasten möchte. Spurwechsel sind dann beispielsweise auf Knopfdruck möglich, können aber auch eigenständig vom Fahrer ausgeführt werden. #Google ist da schon weiter: Der Nutzer soll nur noch zwei Knöpfe drücken. Einen zum Losfahren und einen zum Anhalten. Sein Fahrtziel kann er über Sprachsteuerung oder über eine App auf seinem Smartphone eingeben. Auf Gas- und Bremspedale und auf ein Lenkrad soll verzichtet werden. Das Fahren wird komplett von der Elektronik gesteuert. Doch das alles ist noch Zukunftsmusik, solange wir das Roboterauto nicht selbst im Alltag testen können. Die wichtigste Frage stellt sich zum Schluss: Was ist eigentlich mit dem Fahrspaß? jh