Nur weil das Inseratsbild hübsch und der Preis niedrig ist, sollte man nicht unvorsichtig werden. Wichtig beim Gespräch mit dem Verkäufer ist dessen Glaubwürdigkeit. Dessen Aussagen über Details, wie Kilometerstand und Vorbesitzeranzahl sollten auf jeden Fall nicht von den Angaben aus der Anzeige abweichen. Um bei der Einschätzung des Fahrzeugwerts richtig zu liegen, bieten diverse Internetportale die Möglichkeit zum Kostenvergleich.

Auf Mark und Bein prüfen

Beim ersten Kennenlernen mit dem Kaufobjekt darf man keine Gnade walten lassen. Zahlreiches ist zu beachten: Untersucht man den Lack sorgfältig bei Tageslicht, lassen sich mögliche Unfallschäden am einfachsten finden. Dazu kommt noch, dass der Wagen trocken und sauber sein sollte. Farbunterschiede, dickere Lackschichten und Dellen sind Hinweise auf eine torbulente Vergangenheit. Unliebsamer Rost findet sich gegebenenfalls in den Kanten der Innentüren. Falls die Profiltiefe von Sommer- und Winterreifen nicht stimmt, lässt sich der Preis oft noch etwas hinunterhandeln. Auch auf Service-Papiere und Flüssigkeitsstände wirft der vorsichtige Käufer einen genauen Blick.

Rasantes Kennenlernen

Selbstverständlich ist auch eine Probefahrt ein unverzichtbarer Bestandteil beim Gebrauchtwagenkauf. Dabei sollte man sich jedoch nicht mit einer einfachen Spazierfahrt begnügen. Besteht das Objekt der Begierde problemloses Anstarten ohne blinkende Kontrolllämpchen? Gibt der Motor bedenkliche Geräusche von sich, oder lassen sich manche Gänge schwer schalten? Besonders geeignet für die meisten Tests sind wenig befahrene Straßen, aber auch der Zustand auf der Autobahn sollte überprüft werden. Denn es gibt Mängel, die erst ab Geschwindigkeiten von 110 km/h auftreten. Nur wenn der Wagen keine Spurabweichungen aufweist, in beiden Richtungen einen guten Einschlag besitzt, die Bremsen funktionieren und er auch auf holprigen Wegen Komfort bietet, ist der Kauf auch für Nicht-Bastler empfehlenswert.

Hilfe vom Profi

Doch selbst bei der genauesten Untersuchung können einem unerfahrenen Käufer Fehler entgehen. Um ja nichts zu übersehen, können Automobilclubs weiterhelfen. Dort wird das Fahrzeug auf Betriebs- und Verkehrssicherheit geprüft. Außerdem suchen die Sachverständigen nach möglichen Schäden am Wagen. #Sparen