IAA Frankfurt 2015: Es sieht ganz so aus, als ob Autobauer Porsche eine neue Ära einläutet. Für 911er-Fans bedeutet diese Neuerung mehr als eine technische Veränderung.

Luxusautos bleiben auch 2015/16 Objekte der Begierde

Turbolader im begehrten Sportwagen verändern nicht nur den Charakter des Serie, sondern auch die Philosophie und Tradition einer Marke. Bisher waren nur der 911 Turbo und der sportliche 911 GT2 mit Turbolader ausgestattet. Wenn nun alle 911-Modelle „runderneuert“ werden, ist das ein Eingriff, den keineswegs alle begrüßen.

Dank dieser Veränderung kann Porsche nun kleinere, aber stärkere Motoren einsetzen. Der kleinere Hubraum sorgt für einen geringeren Spritverbrauch. Diese Neuerung, für andere Autobauer längst selbstverständlich, ist für Porsche ein wichtiger Schritt, um den man sich bisher herummogelte. Auch sie stehen unter EU-Druck und müssen sich um einen niedrigeren CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge kümmern. So hat der Einbau von Turboladern Kenner der Branche nicht wirklich überrascht. Für sportlich orientierte Fahrer sind die Veränderungen viel deutlicher zu spüren. Erst die hohen Drehzahlen der Saugmotoren bringen nämlich den oft zitierten und erwünschten Fahrspaß. Turbolader können schon bei deutlich geringeren Drehzahlen hohe Leistung erzielen und torpedieren damit die gängige Sportwagenphilosophie.

Porsche steht unter EU-Druck

Wie auch immer, die Veränderung, von der alle 911-Modelle betroffen sind, ist beschlossene Sache, die neue Porsche-Generation wird im Dezember 2015 ausgeliefert. Als kleiner Trost können sich künftige Besitzer über 20 PS zusätzlich freuen. Nach Aussagen des Herstellers sollen die Motoren mit 3 l Hubraum weniger Sprit verbrauchen. Wie viel das letztendlich ist, weiß keiner so genau. Eigentlich ist das auch nicht so wichtig, denn bekanntermaßen hängt der Benzinverbrauch von der individuellen Fahrweise ab.

Technik an Bord soll Einbußen beim Fahrspaß kompensieren

Kommunikationsfans werden sich freuen. Über Apple CarPlay kommt das #iPhone auf den Bildschirm im Autoradio. Hiermit genießt der Fahrer die Vorteile der Smartphone-Konnektivität, kann zum Beispiel Anrufe entgegennehmen, auf Navigationskarten zugreifen oder Nachrichten diktieren. Neue Felgen gibt es auch und ein optionales Liftsystem sorgt dafür, dass die Tür nicht am hohen Bordstein beschädigt wird. Das Ganze hat natürlich seinen Preis: Die Modelle liegen zwischen 94.000 und 121.000 € fürs Cabrio, soviel wie für eine Eigentumswohnung.

Auch eine Elektroauto-Studie wurde auf der IAA vorgestellt. Allerdings hüllt sich der Hersteller darüber in Schweigen, wann ein solches Modell gebaut wird. Ernsthafte Annäherung an Umweltfragen sieht anders aus. Liebhaber von Luxusautos schockiert das vermutlich nicht. In ihren Garagen stehen häufig mehrere Modelle, passend zur Tageslaune.

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Bild: Falcon® Photography - CC BY-SA 2.0 - via Wikimedia Commons #Hobby #Investment