Auf dem World Economic Forum in Davos gab #Google-Chef Eric Schmidt freimütig kund, dass das #Internet seiner Ansicht nach künftig verschwinden würde. Doch nicht, um ausgetauscht, sondern um unser ständiger, unsichtbarer Begleiter zu werden.

Wer im Zuge dieser Äußerung glaubt, es käme bald eine andere Technologie, die das Internet ersetzen könne, irrt. Tatsächlich meint der ehemalige Google-Chef und jetzige Chairman des Konzerns, das Internet würde so sehr ein Teil des gesamten menschlichen Daseins, dass wir es gar nicht mehr als separate Technologie wahrnehmen werden. Der Mensch verwächst quasi mit der Technik. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Die Pläne der großen Internetkonzerne weisen klar in eine Richtung.

Pausenlos und überall von WWW umgeben

Künftig würden die Grenzen zwischen Online und Offline immer mehr verschwimmen, sodass das Internet als Technologie für den Einzelnen gar nicht mehr spürbar ist. Der Wirtschaft stünde somit ein weiterer Boom durchs Internet bevor, gerne auch als das „Internet der Dinge“ bezeichnet. Schmidt sieht künftig eine schier grenzenlose Zahl von IP-Adressen und nicht nur kostenlose Hotspots an jeder Ecke, sondern rund um die Uhr kostenlosen Zugang zum WWW.

Google-Gigantomanie - wir wollen alle haben!

Auf dem Weg zum allumfassenden Internet plant Google derzeit eine Milliarde Dollar in das Raumfahrtunternehmen SpaceX und das Satelliten-Internet zu investieren. Die Satelliten sollen ein gigantisches WLAN-Netz aufbauen und den lückenlosen Austausch mobiler Daten gewährleisten. Das Gesamtprojekt wird mindestens zehn Milliarden US-Dollar kosten und bis es soweit ist, dauert es vermutlich noch fünf Jahre. Aber man kann ja nie früh genug anfangen. Eines ist sicher: Das Internet der Dinge verändert die ganze Welt.

Auch bei Facebook schläft man nicht

Google-Konkurrent Facebook arbeitet zwar an ähnlichen Technologien, um Entwicklungsländer mit ins Internet-Boot zu holen, doch mit der Investition in SpaceX ist Google ein besonderer Coup gelungen. Dagegen will Facebook 2015 die ersten Versuche mit solarbetriebenen Drohnen als Internet-Rooter starten. Die unbemannten Flugobjekte können längere Zeit in der Luft bleiben und die Funktion von Wifi-Spots übernehmen.

Bei Google denkt man sogar an Luftballons, die das Internet in bisher unerreichbare Gebiete bringen sollen. Alles nur Zukunftsmusik? Mitnichten, denn die Bevölkerung der Entwicklungsländer ist ein gigantischer Pool für enormen Profit der Internet-Riesen. Den will man sich nicht entgehen lassen. Der Internet-Wettkampf um den Rest der Menschheit ist also in vollem Gange.