Dass die Riesenkrake #Google ihre Arme immer weiter ausstreckt, um sich neue Märkte zu erobern, ist bekannt. Auch die Welt der Roboter hat es dem #Internet-Giganten angetan.

Ende 2013 kaufte Google den Roboter Hersteller Boston Dynamics. Das war nicht der erste und wird sicher nicht der letzte Roboter-Produzent sein, den Google im Visier hat. Auch hier interessiert sich das Unternehmen vor allem für führende Hersteller des Sektors. Mittlerweile zählen acht Unternehmen, die sich mit Roboter-Technologien beschäftigen und Forschung betreiben, zum Google-Imperium. Boston Dynamics ist einer der Top-Hersteller von Robotern mit menschlichen Fähigkeiten, insbesondere von Laufrobotern.

Die neueste Entwicklung des Hauses Boston Dynamics ist ein 150 Kilogramm schwerer und 1,90 m großer Koloss. Das Modell mit Namen „Atlas“ besitzt bemerkenswerte Fähigkeiten: Es steht auch auf unebenem Gelände, kann Springen und Hindernisse überwinden. Seit Anfang 2015 ist „Atlas“ batteriebetrieben und sogar in Katastrophengebieten einsatzfähig. Grund genug, das Technikwunder für die „Darpa Robotics Challenge" (DRC), der Roboter-Olympiade der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), zuzulassen. Das DRC-Finale findet im Juni 2015 in Pomona (Kalifornien) statt.

Militärroboter sollen der Menschheit künftig anders nützen

Die Behörde des US-Verteidigungsministeriums prämiert bahnbrechende Entwicklungen und Roboter, die über einzigartige Fähigkeiten verfügen - insbesondere in Hinblick auf die Möglichkeit, Menschen vor Schaden zu bewahren und aus bedrohlichen Situationen zu retten.

Der Konzern mit Sitz in Massachusetts hat schon viele einzigartige Roboter entwickelt. Von Boston Dynamics stammt beispielsweise auch der Tierroboter „Big Dog“. Ebenfalls 150 kg schwer eignet er sich zum Beispiel als „Packesel“ auf unwegsamem Gelände.

Doch wie sehen Googles Pläne bezüglich der Roboter aus? Möchte man die Technik für Kriegssituationen nutzen? Aktuell gibt es Verträge zwischen Boston Dynamics, anderen Roboter-Entwicklern und dem US-Verteidigungsministerium. Google selbst stellt klar, die Roboter nicht militärisch nutzen zu wollen und deshalb auch keine Fördermittel des Ministeriums in Anspruch zu nehmen. Man wolle Atlas in zerstörten Regionen einsetzen. Die langfristige Strategie Googles, so vermuten Insider, sei es, Roboter für den privaten Gebrauch nutzbar zu machen. Ideen gibt es viele: Von ferngesteuerten Haushaltsgeräten (Staubsauger gibt es ja bereits) bis hin zu echten Alltagshilfen für Ältere und Kranke ist alles möglich.