Der Computerhersteller Apple hat seine erste Smartwatch vorgestellt. Der iPhone-Hersteller hat auf seinem „Spring Forward“-Event die finale Version der Apple Watch vorgestellt.

Drei Modellvarianten

Die Uhr wird in drei Modellvarianten erhältlich sein: Das Einstiegsmodell Apple Watch Sport im Aluminiumgehäuse für 399 Euro, die Apple Watch im Edelstahlgehäuse ab 649 Euro sowie die aus 18 Karat Gold bestehende Variante ab einem Preis von 11.000 Euro. Die Modelle wird es jeweils in zwei Gehäusegrößen geben.

Die Uhr selbst ist mit dem eigens produzierten S1-Prozessor und zahlreichen Sensoren, wie einem Bewegungs- und einem Pulsmesser ausgestattet und soll nach der vollständigen Aufladung 18 Stunden nutzbar sein. Die Funktionen der Apple Watch sind überschaubar: Man kann seine Schritte zählen, seinen Puls messen, E-Mails und SMS lesen und natürlich auch telefonieren. Selbstverständlich sei das neueste Mitglied der Apple-Produktfamilie auch wasserdicht, für 30 Minuten bei einer maximalen Wassertiefe von einem Meter. Als Taucheruhr eignet sie sich somit noch nicht. Die Zeitanzeige ist sehr genau und soll nie mehr als 50 Millisekunden abweichen

Zur Steuerung der Uhr nutzt man den sogenannten "Home-Button", ein an eine klassische Uhr erinnernde Krone, mit der man in Anwendungen hinein- und wieder hinauszoomen kann.

Über Apps könne man Hoteltüren und Garagentore öffnen, sich Fotos anzeigen lassen oder Songs erkennen. Weitere Apps könne man über den App-Store erwerben.

Interessenten können ihre Bestellungen ab dem 10. April bei Apple abgeben. Die Auslieferung beginnt dann zwei Wochen später, am 24. April.

Die Apple Watch ist jedoch nichts für Apple-Einsteiger. Um die Uhr nutzen zu können, braucht man nämlich entweder ein iPhone oder ein iPad, welches die iOS-Version 8.2 installiert haben muss. Über die dazugehörige Apple Smart Swatch App könne man die Uhr konfigurieren.

Es entsteht ein neuer Markt

Die Apple Watch ist das erste neue Produkt seit dem Tod des Unternehmensgründers Steve Jobs im Jahr 2011. Es soll den Apple-Konzern unabhängiger von seinem Zugpferd, dem iPhone machen. Weiterhin bleibt sich die Marke ihrem Motto treu, ästhetisch schöne Produkte zu entwickeln: Teil des Designteams sind die ehemaligen Modelabel-Chefs Paul Deneve (Yves-Saint-Laurent) und Angela Ahrendts (Burberry).

Ob die Apple Watch ebenso erfolgreich wie das iPhone sein wird, muss sich noch zeigen. Bisher gibt es noch keinen Markt für Smartwatches. Die Branche ist sich nicht sicher, ob überhaupt ein Bedürfnis nach einem Produkt besteht, dass letztendlich ein #Smartphone fürs Handgelenk sei. Analysten rechnen mit einem Absatz von 8 bis 30 Millionen Uhren in den ersten zwölf Monaten.

Auch andere Hersteller versuchen sich auf diesem neuen Terrain. Dazu gehören der südkoreanische Konzern LG oder Huawei aus China.