Heutzutage muss man sich wirklich fragen: Wie grausam sind die Menschen?! Jeden Tag wird in den Medien über Kriege, Attentate und Vergewaltigungen berichtet, aber das ist noch längst nicht alles. Nun brachte Ivy Swanepoel die Menschen auf Facebook völlig aus der Fassung: Sie war als Touristin in Afrika unterwegs und entschied sich, zur Wildtier-Killerin zu werden. Ivy erschoss ohne jeglichen Grund eine friedlich lebende Giraffe. Nachdem sie die Giraffe getötet hatte, posierte sie stolz neben dem toten Tier für ein Foto. Medienberichten zufolge verwendete Ivy das Foto sofort als Facebook-Profilbild, um alle anderen daran teilhaben zu lassen. Kurze Zeit später wurde die Tierschutzorganisation "Animal Freedom Fighter" darauf aufmerksam und anschließend bekam es auch der britische Schauspieler und Tierfreund Ricky Gervais (53) mit.

Der "Shitstorm" begann

Laut der "Bild" war Ricky so empört, dass er das Foto von Ivy sofort auf seiner Facebook-Seite hochlud. Unter das Bild schrieb er: "Well done. You managed to shoot a stationery, 14 foot peaceful creature with a high velocity rifle. Very sporting." (Deutsch: "Gut gemacht. Sie hat es geschafft, eine stehende, 14 Fuß (große), friedliche Kreatur mit einem Gewehr mit hoher Geschwindigkeit zu erschießen. Sehr sportlich.") Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: nachdem Ricky das Foto am vergangenen Samstagnachmittag veröffentlichte, waren es am Abend schon mehr als 100.000 Kommentare von aufgebrachten Menschen.

Ein Kommentar lautete beispielsweise: "Setzt die Schlampe im Dschungel aus und lasst uns danach ein hübsches Foto von ihr machen, nachdem die Natur Gerechtigkeit walten ließ." Heute meldete sich Ricky Gervais zurück und bedankte sich für die Unterstützung von zahlreichen Menschen: "Darum liebe ich euch Leute. Eure Reaktion auf die Trophäenjägerin, die die schöne Giraffe tötete, war immens und herzerwärmend. Dank euch haben mehr als 20 Millionen Menschen das Foto allein auf meiner Facebookseite gesehen. Das ist die Macht, die ihr habt." Doch, warum tut man so etwas? Ist es für manche Menschen wirklich belustigend und reizvoll? Über Ivy Swanepoel ist nichts Näheres bekannt, so die "Bild". Mittlerweile hat sie ihren Facebook-Account vollständig deaktiviert.

Ist es erlaubt, Giraffen zu töten?

Die Giraffenschutz-Organisation "Giraffe Conservation Foundation" berichtete, dass sich die Zahl der Giraffen seit Ende der 90er-Jahre bis heute so gut wie halbiert hat. In Mali oder Angola gibt es schon keine Giraffen mehr. Insgesamt leben noch ungefähr 80.000 der majestätischen Tiere auf dem Kontinent Afrika. Angeblich ist die Giraffenjagd in Namibia oder Südafrika legal und jeder, der eine Giraffe töten möchte, kann dies auch tun. Im Internet gibt es diverse Anbieter, die eine derartig absurde Safari offerieren. Medienberichten zufolge bringen die Hobby-Jäger Namibia jährlich um die 200 Millionen Euro ein. Seit geraumer Zeit schon kämpft beispielsweise die Organisation "ProWildlife" gegen solche Safaris - bisher leider ohne Erfolg.

Foto: tn.com.ar (TN y la gente).