Spotify ist aktuell der Marktführer in puncto Streamingdienste für #Musik. Doch das vom Schweden Daniel Ek gegründete Unternehmen sieht sich wohl bald harter Konkurrenz gegenüber: #Apple hat einmal mehr zugeschlagen und plant einen Streamingdienst, auch um dem langsamen Marktschwund von iTunes etwas entgegen setzten zu können. Schon im Sommer soll der Dienst in ausgewählten Ländern starten, doch zur Zeit gibt es scheinbar das eine oder andere Problem bei der Vertragsaushandlung mit dem Plattenfirmen. Die Präsentation müsste verschoben werden, sollten die Verträge mit Warner Music, Universal und Sony Music nicht bis kommenden Montag abgeschlossen sein.

Gleicher Preis, gleiche Leistung

Mit etwas wirklich überraschend Neuem will Apple allerdings nicht voran preschen. Man setzt lieber auf Bewährtes und orientiert sich vom Umfang und vom Preis her an dem Marktführer. Aktuell soll man für zehn Dollar pro Monat (ca. 9,15 €) den Zugriff auf, wie es immer so schön heißt, Millionen von Songs bekommen. Der Preis liegt damit höher als ursprünglich erwartet und auch ein Gratisangebot soll es nicht geben, anders als beim Konkurrenten Spotify.

Grund hierfür ist die schon aufgebaute Reichweite des iTunes-Netzwerkes, das schon hunderte Millionen Kunden weltweit erreicht. Es müsste nur ein kleiner Teil dieser Kunden das Abo-Modell des Streamingdienstes kaufen, damit sich das Geschäft für Apple lohnt. Und auch in der Musikindustrie wäre das Unternehmen damit beliebter als Dienste mit einem Gratisangebot, denn kostenlos abgespielte Lieder bringen der Branche keinen müden Heller ein. So könnten sich bessere Verhandlungspositionen und Bedingungen ergeben als für die Konkurrenz von Spotify. Dort zahlt nämlich nur jeder vierte Nutzer für die abgespielte Musik. #Internet

Verdrängt Apple nun die Streaming-Konkurrenz?

Muss Spotify nun vor dem großen Milliarden-Konzern zittern? Vielleicht ein bisschen, die Neukundengewinnung wird nicht mehr ganz so einfach sein wie davor, allerdings wird sich Spotify auf seine bestehenden Kunden verlassen können. Bei gleichem Preis und gleichem Angebot für zahlende Kunden ist ein massiver Wechsel von Kunden zur Apple-Plattform unwarscheinlich. Zusätzlich funktioniert das Lock-Angebot mit gratis Musik nach wie vor sehr gut. Allein bei den Verhandlungen mit der Musikranche dürfte Apple die Nase in Zukunft vorne haben. Inwieweit sich das bezahlt machen wird, bleibt abzuwarten.

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