Die Meldung ist auf den ersten Blick unspektakulär: "#Sky und 1&1 haben eine umfassende Distributionsvereinbarung geschlossen." Im Klartext heißt das aber, dass Sky weiter in den IPTV-Bereich vorprescht. IPTV heißt "Internet Protocol Television". Und 1&1 hat immerhin gut vier Millionen DSL-Kunden, die das Angebot nach und nach nutzen können. Dabei setzt 1&1 auf das Digital-TV Angebot der Telekom. 

Keine Smartcard nötig

IPTV fristet noch ein Nischendasein, ist aber auf dem Vormarsch. Gerade am Beispiel Sky wird der Mehrwert beim Internetfernsehen sehr deutlich. Der typische Sky-Receiver und die große Festplatte entfällt. Das Programm wird über die Telekom und dem zweiten großen IPTV-Anbieter Vodafone direkt in den Mediareceiver gespeist. Auf diesem Receiver sind bereits zahlreichen Video-on-Demand-Dienste und TV-Mediatheken enthalten, zum Beispiel Maxdome oder Netflix. Wer nun ein Sky-Abo hat, bekommt entsprechend die gebuchten Programme und Bundesliga-Inhalte auf seinem Gerät freigeschaltet. IPTV-Zuschauer haben quasi alles aus einem Receiver. Sky muss nix mehr zuschicken, auch keine Smartcard.

Wer braucht denn noch eine Satelliten-Schüssel?

Sky versucht schon länger, seine Programme nicht nur in Kabelnetzen und über die Satellitenschüssel zugänglich zu machen. Mit SkyOnline hat man ein Angebot auf den Markt geworfen, dass zwar nicht billig ist, aber unabhängig von einer Vertragslaufzeit, Receiverpreisen und Aktivierungsgebühren (immerhin 49 Euro). Vor allem Serienfans nehmen SkyOnline an, da diese Inhalte in HD abrufbar sind - ohne Aufpreis.

Preise und Angebote bei Sky 1&1 sind identisch

Nach Vodafone und der Deutschen Telekom, kommt nun 1&1 dran. Deren Kunden können ab sofort die Bundesliga bei Sky, alle Sportsender und die exklusiven Filmangebote buchen. "Durch die Kooperation mit 1&1 ist Sky über allen großen deutschen Kabelnetze und IPTV-Anbieter zu empfangen", sagt Simin Lange von Sky Deutschland. "Damit vergrößern wir unsere Reichweite zusätzlich." Laut Pressestelle kann Sky 1&1 mit der aktuell gültigen Preisstruktur gebucht werden, also auch Angebote.

Streaminganbieter finden das gar nicht lustig

Für die Streaming-Anbieter sind solche Nachrichten gar nicht gut. Wer Sky schauen kann, überlegt sich vielleicht die zusätzliche Buchung eines Internetangebotes bei Netflix und Co. Denn gerade die IPTV-Kunden hatten mit Sky noch vor gar nicht allzu langer Zeit Pech gehabt und griffen bei Filmen oft zu Alternativen. Inzwischen schießen die Abonnentenzahlen von Sky bei IPTV nach oben.

Internetfernsehen hat viel mehr HD zu bieten

IPTV wird auch zum harten Gegner für die Kabelanschlüsse. Denn die Preise für Internet und #Fernsehen liegen oftmals auf selben Niveau. Jedoch bietet IPTV ein immer noch höheres Angebot an HD-Kanälen. IPTV übertrumpft die großen Anbieter Unitymedia, Telecolumbus und seine Tochter Primacom weiterhin um Längen. 

Fotos: Sky, 1&1 (Logo), Montage: Blasting News

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