Das Problem mit dem Ad-Blocker

Wer kennt es nicht? Man will nur mal kurz mit dem Smartphone im Netz nach einer Telefonnummer gucken, schnell ein unbekanntes Wort nachschlagen oder über einen Wikipedia-Artikel Infos zu einem bestimmten Thema raussuchen. Kaum hat  die Internetseite geladen, öffnet sich ein Pop-up Fenster, prall gefüllt mit Werbung die euch nicht im geringsten interessiert. Auf Dauer kann dies schon ganz schön nervig sein. Besonders dann, wenn sich diese Werbung nicht schließen lässt und einen im Gegenzug dazu zwingt, einen Werbeclip eines Produktes zu sehen, welches man sich eh nie kaufen wird.

 

Eine Lösung musste her:

Das dachten sich auch einige kreative Köpfe der Firma Eyeo GmbH. 2004 brachten sie den Ad-Blocker auf den Markt. Dieser blockiert, wie der Name schon sagt, Werbung. 2006 kam die erweiterte und verbesserte Version, Ad-Block Plus. Dieser blockiert Werbung noch effektiver und gezielter.

 

Warum ist Werbung wichtig?

Spricht man von Werbung, so scheiden sich die Geister. Die eine Partei empfindet diese als aufdringlich und störend, die andere Seite bezeichnet diese als wichtig. Tatsächlich ist Werbung existenziell. Zum einen bewirbt man schließlich ein Produkt, was für die ein oder andere Zielgruppe durchaus von Nöten sein kann, zum anderen ermöglichen Werbeeinnahmen einen Fortschritt in punkto Professionalität. Viele Internetseiten decken ihre kosten zum Teil oder komplett durch Werbeeinnahmen.

 

Werbeblocker und #YouTube - keine "Freunde"

Auch die Videoplattform YouTube hat mit dem Ad-Blocker zu kämpfen. In Deutschland werden über 60% der Videos mit einem Werbeblocker geschaut. Mit dieser enormen Zahl führt Deutschland die Statistik an, gefolgt von Österreich (53%) und Kanada (43%). Das geht aus einer Studie von SecretMedia hervor, einer Firma die Gegenmaßnahmen zum Ad-Blocker entwickelt. Leider ist vielen Nutzern nicht bewusst was Werbeeinnahmen für den jeweiligen Künstler bedeuten. Zum einen leben einige von ihren Videos und zum anderen ermöglichen solche Einnahmen professionellere Videos und Ausrüstung. Da tun einem die Werbespots auch nicht mehr weh, wenn man im Gegenzug qualitativeren Content von seinem "Lieblingskünstler" bekommt.

 

Ist das blockieren von Werbung nicht illegal ? 

Manch einer wird sich jetzt vielleicht fragen, ob es nicht illegal sei, Werbung mir nichts dir nichts zu blockieren. Das amerikanische "#Internet Advertising Bureau" (IAB) wollte gegen die Eyeo GmbH klagen. Jedoch erwies sich dies aufgrund des deutschen Rechts als erfolglos. Begründet wird dies dadurch, dass jeder User selber entscheiden kann, ob er Werbung sehen möchte oder nicht. Desweiteren seien die Benutzer selber für die Verbreitung des Ad-Blockers verantwortlich. Abgesegnet wurde diese Argumentation von dem Landesgericht München.  

 

 

Fazit:

Auch wenn viele Werbeblöcke als überaus störend empfunden werden, empfiehlt es sich die Finger vom Ad-Blocker zu lassen. Wenn man beide Seiten der Medaille betrachtet, ist Werbung ein geben und nehmen. Manchmal werden wir eben nur durch Werbung auf bestimmte Produkte aufmerksam. Auf der anderen Seite gibt es Leute die davon leben das wir Werbung schauen (YouTube).  

Fotorechte: Offizielles Logo ABP, ABP ist ein Produkt von Wladimir P./Eyeo GmbH #Smartphone