Es ist wirklich schwer anzusehen. Japan hat trotz internationaler Proteste wieder mit dem Abschlachten der Delfine begonnen. Um auf das grausame Treiben aufmerksam zu machen startete Anonymous vor kurzem Angriffe auf japanische Webseiten. Konkret handelte es sich um Websites von japanischen Flughäfen und der Gemeinde Taiji.

Angriffe des Kollektivs Anonymous legen japanische Flughäfen lahm

Die Buchten von Taiji haben durch die Bilder von blutgefärbtem Wasser und gemetzelten Delfinen traurige Berühmtheit erlangt. Vor kurzem hat in Japan wieder die grausame Jagd begonnen. Grund genug für das Kollektiv Anonymous, auf seine Art und Weise gegen das grausame Schlachten Protest einzulegen, nämlich durch DDoS Angriffe auf ausgewählte Websites. Wie auf „softpedia.com“ zu lesen, wurden am 10. Oktober die japanischen Flughäfen Tokio Narita und Chubu Nagoya angegriffen und sollen für den Zeitraum von acht Stunden nicht erreichbar gewesen sein. Japanischen Behörden zufolge, sollen die Angriffe zuvor auf diversen Twitter-Konten angekündigt worden sein.

Japanische Gemeinde erlangt durch Dokumentarfilm traurige Berühmtheit

Auch die Internetseite der Gemeinde Taiji soll, Zeitungsmeldungen zufolge, bereits Anfang September vom Kollektiv Anonymous angegriffen worden sein. Obwohl nicht nur in Taiji Delfine gejagt werden, ist diese Gemeinde durch den Dokumentarfilm „The Cove“ bekannt geworden und muss seitdem als Synonym für das blutige Abschlachten der Delfine in Japan herhalten.

Zweite Angriffswelle von Anonymous richtet sich gegen Tourismus und Fischerei

Neben der Gemeinde Taiji wurden in einer zweiten Angriffswelle von Anonymous auch die Websites der japanischen Tourismusorganisation und der Fischerei-Union Japans angegriffen. Ob diese Angriffe ein Einlenken der japanischen Regierung bewirken werden, bleibt anzuzweifeln. Erfolg könnten die Angriffe aber sehr wohl in der Meinungsbildung der japanischen Bevölkerung haben, denn aufgrund mangelnder Meldungen haben die meisten Japaner von dem grausamen Abschlachten der Delfine keine Ahnung. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das bald ändern wird.

Hacker Kollektiv Anonymous startet Kampagne gegen Tiermissbrauch

Doch es ist nicht nur Japan, dass wegen Tiermissbrauch im Rampenlicht steht. Auch andere Länder haben in dieser Hinsicht genug „Dreck am Stecken“ wie eine von Anonymous gegründete Kampagne gegen Tierquälerei beweist. Wie „softpedia.com“ berichtet, wurden vom Kollektiv Anonymous im Rahmen der #OpSeaWorld und #OpKillingBay auch noch weitere Ziele angegriffen, wie die Website des Sochi Aquariums und Ziele in diversen Ländern wie Dänemark und Island. Zuletzt hat Anonymous durch die Operation Nimr und die Operation Schwarzer Oktober auf sich aufmerksam gemacht.

Foto: Pierre (Rennes) – CC-BY 2.0 – flickr.com #Internet