Seit vergangenen Mittwoch hat der amerikanische Internetriese #Google weltweit AMP freigeschaltet. Berühmte Publisher wie beispielsweise T-Online, Spiegel und „Die Zeit” nutzen die schnelle Technik schon. Ein AMP-Artikel soll in unter drei Sekunden laden. Zum Vergleich: eine „normale” Nachrichten-Seite lädt etwa zehn bis acht Sekunden.

Was ist AMP?

Accelerated #Mobile Pages - kurz AMP - ist eine von Google entwickelte Funktion, mit welcher die Inhalte von Nachrichtenseiten auf den Google Servern zwischengespeichert und mit allen Mitteln beschleunigt wird. Beispielsweise wird beim Nachladen der Bilder Lazy-Load genutzt und die Javascript-, Bild- und Styledateien komprimiert. So wird die Seite deutlich schneller an die Besucher ausgeliefert. AMP ist nur auf der mobilen Version der Google Suche verfügbar.

AMP ist kostenlos und ein Open-Source Projekt

Der Code und die Dokumentation zum AMP Projekt sind offen einsehbar und können verändert werden. Auf der Github Page des Projektes und auf der Homepage gibt es weitere Informationen. Desweiteren hat die hinter WordPress stehende Firma Automattic bereits ein Plugin für WordPress veröffentlicht.

Wie sieht AMP live aus?

In den Suchergebnissen unterscheidet sich AMP alleine durch den Blitz, der statt dem Namen der Webseite angezeigt wird. Die einzelnen Artikelseiten unterscheiden sich bis auf das Logo im Kopfbereich so gut wie gar nicht. Außerdem besteht für die Nachrichtenseiten die Möglichkeit, Werbung in die Beiträge zu integrieren.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen sollen durch die verkürzten Ladezeiten weniger Besucher abspringen. Dies ist also ein wichtiger SEO Faktor und durch die AMP Box, die ganz oben in den Suchergebnissen platziert ist, klicken auch mehr Menschen auf die Artikel. Das bedeutet mehr Traffic und dadurch auch mehr Werbeeinnahmen.

Alternative für Facebook?

Ich finde die Idee gut, dadurch können sich auch Menschen, die am Smartphone langsames #Internet haben, über die aktuellen Ereignisse in der Welt informieren. AMP ist eine echte Alternative für alle, welche die Datenkrake Facebook lieber meiden, aber am Smartphone nicht auf kurze Ladezeiten verzichten wollen.

Foto: AMP Project PR