Eine fiktive Geschichte?

Das Jahr 2030 an einem kühlen Herbstag irgendwo in Deutschland.

„Sie sind Sascha Kenwood?“, fragt der Agent den Jungen Mann in einem Straßencafé, obwohl er es schon längst wusste.

Ein weiterer Agent mit Sonnenbrille steht etwas abseits der Beiden und beobachtet die Szenerie mit seinem Kollegen sehr aufmerksam.

Ohne die Antwort des jungen Mannes abzuwarten, setzt der Agent nach: „Bitte folgen Sie uns unauffällig ins Präsidium, wir haben ein paar Fragen an Sie, Herr Kennwood“. Kenwood steht langsam auf „Machen Sie keine unüberlegten Bewegungen“ fügt der Agent noch rasch hinzu, bevor Kennwood langsam zwischen den beiden Agenten, auf den Ausgang zugeht.

Obwohl Kennwood sich noch keines Verbrechens schuldig gemacht hat, wird er von der Präventionsabteilung der Bundesnetzpolizei, kurz BNP verhaftet, da es laut des Präventivprogramms, mit einer 75-prozentigen Wahrscheinlichkeit zu kriminellen Handlungen des Bürgers Kennwood, in den nächsten zwei Jahren, kommen könnte.

Ein gruseliges Szenario, aber genau das könnte durchaus in Zukunft wahr werden.

Mehr noch, denn selbst das Verschwinden einer Zielperson in Sicherungsverwahrung, würde nicht einmal mehr der Netzgemeinde, seinen „Freunden“, auffallen. So genannte Robots können in Zukunft täuschend echt, die Kommunikation der betreffenden Person, auf #Facebook und Co aufrechterhalten, und ohne dass es irgendjemandem auffallen würde.

"Digitaler Klon" nennt sich diese gruselige Version, der virtuellen “Unsterblichkeit“.

Hierbei handelt es sich um einen „Avatar“, einen “Stellvertreter“, sozusagen.

Mithilfe der sozialen Datenkraken können bereits jetzt schon Unmengen an Daten über eine Person gesammelt werden. Wir alle tragen mit dazu bei, unser Innerstes zu offenbaren. Mit jedem Like, jedem Klick und jeder Bewegung mit der Maus über den Bildschirm, geben wir mehr und mehr über uns Preis.

Spätestens nach den Enthüllungen Snowdens ist uns eines klar geworden: Logarythmen könnten in Zukunft Ermittlungsbehörden dabei helfen, so viel Aufschluss über einzelne Individuen zu geben, dass Programme gezielt Ausschau nach Personen halten, die mit einer mehr oder weniger hohen Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit, ein Verbrechen begehen könnten, selbst wenn diese Person, vorher noch niemals straffällig in Erscheinung getreten ist.

Eine auf Sicherheit angelegte Gesellschaft

Unsere auf Sicherheit angelegte Gesellschaft macht diese Entwicklung erst möglich und auch wahrscheinlich, und man muss kein Prophet sein, um genau diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft zukommen zu sehen.

Richtig beängstigend aber ist, dass das Verschwinden einer Person nicht einmal mehr auffallen wird, wenn ein Programm aufgrund der Analyse der Person, diese perfekt im Netz imitieren kann. Dass diese Entwicklung kein Hirngespinnst ist, beweist schon die Tatsache, dass, von den meisten unbemerkt, ganze Zeitungsartikel und auch Kommentare, von so genannten intelligenten Programmen gesteuert werden.

Firmen wie "eterni.me", "Forever Identity" und "Project Elysium", arbeiten bereits an der “virtuellen Unsterblichkeit“.

Unsere Meinungsbildung wird teilweise schon heute von Robots im Netz gesteuert und so manche „Putin- und Obamaversteher“ sind in Wirklichkeit Programme, die von den jeweiligen Regierungen gezielt im Netz eingesetzt werden und autonom zur “Meinungsbildung“ beitragen.

 

Was kann man dagegen tun fragen Sie sich?

Ganz einfach, öfters mal den Rechner ausgeschaltet lassen, sein Gehirn einschalten und nicht mehr so viel über sich preisgeben. Und auch öfters mal genau hinschauen, wer wann was schreibt und nicht gleich alles liken, nur weil es zufällig mit den eigenen Ansichten übereinstimmt, denn Ihre eigene Meinung muss nicht unbedingt auch aus einer inneren Eingebung heraus entstanden sein. Manipulationen sind sehr subtil und können über Jahre hinweg, von Dritten, nur für Sie und Ihresgleichen, gebildet worden sein.

Denken Sie mal darüber nach, es lohnt sich.  #Internet #Kriminalität