Genauso wie über das Elektroauto wird auch über autonom fahrende Autos gesprochen. Beide gibt es schon seit längerer Zeit „in nächster Zukunft“, aber bisher ist aus beiden so wenig geworden wie aus der ebenfalls schon seit Jahrzehnten prophezeiten künstlichen Intelligenz.

#Tesla hat erst kürzlich mit einem tödlichen Unfall negative Schlagzeilen gemacht, welcher durch den Fehler des sogenannten Autopiloten verursacht wurde. Das Kraftfahrtbundesamt hat davor gewarnt, sich auf den Autopiloten des Tesla zu verlassen. Andererseits hat die #Deutsche Bahn vor, bereits in wenigen Jahren ICEs vollautomatisch durch Deutschland fahren zu lassen.

Autonome Fahrzeuge sind im Prinzip schon lange kein Problem mehr. Es gibt in Fabriken selbstfahrende Flurförderzeuge, die schon seit langem einwandfrei funktionieren. Sie folgen entweder Farbmarkierungen auf dem Boden oder den Magnetfeldern von Leitkabeln, die in diesem eingelassen sind.

Schwieriger wird es, wenn es keine solchen speziellen für Fahrzeuge vorgesehenen Leiteinrichtungen gibt. Autonom fahrende Autos müssen die Straße selbst erkennen, auch wenn die Fahrbahn nicht immer mit weißen Leitlinien eingefasst ist bzw. diese auch verwittert und kaum mehr erkennbar sein können und gleichzeitig die Straßenoberfläche unterschiedliche Strukturen und Farben aufweisen kann. Auch dieses Problem lässt sich im Prinzip lösen. Bereits vor Jahren bauten italienische Studenten ein autonom fahrendes Auto mithilfe einer Videokamera, zweier PCs und den entsprechenden Servos zur Betätigung der Bedienelemente.

Der Mensch darf noch nicht fehlen

Dieses Fahrzeug funktionierte im Prinzip und kam mit dem Großteil der Verkehrssituationen zurecht. Aber eben nicht mit allen, sodass immer ein menschlicher Fahrer dabei sein musste, um einzugreifen, wenn die Computer nicht mehr weiter wussten. Daran hat sich im Prinzip bis heute nur graduell etwas geändert, nicht aber prinzipiell. Die Situationen, in denen der Bordcomputer versagt, sind immer noch vorhanden, auch wenn es nicht mehr so viele sind. So soll beispielsweise das System des in den USA verunglückten autonom fahrenden Tesla einen weißen Lastwagen, der im Weg war, fälschlicherweise für eine Wolke gehalten haben.

Autonom fahrende Schienenfahrzeuge haben den Vorteil, dass sie im Zweifelsfalle fast immer mit einer Vollbremsung die Sicherheit wiederherstellen können. Bei Situationen, die der Fahrcomputer nicht einordnen kann oder Fehlern kann ganz einfach mit einer solchen reagiert werden. Das liegt daran, dass bei Schienenfahrzeugen die Seitenführung von den Spurkränzen gewährleistet wird und diese daher auch bei blockierten Rädern nicht aus einer eventuellen Kurve getragen werden, in welcher die Vollbremsung ausgelöst wird, und auf gerader Strecke nicht ins Schleudern geraten . Autonome Flurförderzeuge fahren zwar nicht auf Schienen, dafür aber so langsam, dass sie ebenfalls jederzeit gefahrlos mit einer Vollbremsung zum Stehen gebracht werden können.

Straßenfahrzeuge hingegen müssen auf die meisten Gefahrensituationen nicht nur mit Brems-, sondern auch mit Lenkaktionen reagieren. Und das ist sehr viel anspruchsvoller als eine Vollbremsung. Ob es jemals gelingen wird, Software zu entwickeln, die auf alle Situationen, auf die ein Mensch richtig reagieren kann, ebenfalls richtig reagiert, bleibt fraglich.

Andererseits macht natürlich auch ein menschlicher Fahrer Fehler. Eine Software hingegen wird im Gegensatz zur Mensch immer richtig reagieren, wenn sie auf eine bestimmte Situation richtig reagieren kann. Daher ist es denkbar, dass eine Technik möglich wird, die zwar bestimmte Fehler macht, die ein Mensch nicht unbedingt machen würde, dafür aber Fehler nicht macht, die ein Mensch immer wieder in Situationen macht, die er eigentlich beherrscht. Wenn dadurch die Technik für das autonome Fahren durch ihre Fehler im Durchschnitt nicht mehr oder sogar weniger Schaden durch Unfälle anrichtet, als es menschliche Fahrer durch ihre Fahrfehler tun, wäre sie alltagstauglich. #Autonomes Fahren