Der Trend zur #Digitalisierung der Unternehmensprozesse hat mittlerweile auch die Deutsche Bankenbranche erreicht. Nach den Wirtschaftsunternehmen erhofft sich auch die Bankenbranche ihre Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.

Haupttreiber der Digitalisierung 4.0 ist die seit Jahren unbefriedigende Kostenstruktur der Deutschen Bankenbranche. Nachdem bis zum heutigen Tag alle Versuche, schlüssige Strategien für den Fortbestand des klassischen Bankenmodels zu erarbeiten, gescheitert sind, wird nun über die zunehmende Zusammenarbeit mit den #Fintec-Unternehmen dieser Umstand beschleunigt.

Beschleunigt durch die Austauschbarkeit der einzelnen Bank, aber auch einer ganzen Branche. #banken, das wird durch diesen Trend offensichtlich, sehen sich zunehmend als IT-Unternehmen. In Zukunft wird der Erstkontakt in der Kundenbetreuung durch Roboter hergestellt.

Der Coolnes-Faktor scheint den Blick für die ursächlichen Probleme zu überlagern. Nachdem, ausgelöst durch die Niedrig-Zins-Politik der EZB, die Erträge der Banken vollends zum erliegen gekommen sind.

Die Digitalisierung dient als Allmachthoffnung einer Branche, leider zu Lasten des Kunden.

Dieser fühlt sich mehr und mehr nicht persönlich abgeholt. Gerade ältere Menschen sind oft mit der Digitalisierung überfordert. Sie fühlen sich in ihrer Individualität durch den persönlichen Kontakt mit ihrem Kundenberater aufgehoben. Somit führt die Digitalisierung des Kundenservices zu einer Unattraktivität im Erleben einzelner Kundengruppen.

Hier zeigt sich mehr und mehr die Entfremdung. Banken werden nicht nur austauschbar, sondern zunehmend wird das ursprüngliche Bankgeschäft, sprich Zahlungsverkehrs- und Kreditleistung, von branchenfremden Unternehmen erbracht.

Als in der Jahrtausendwende zunehmend der Vertrieb über das Internet seinen Einzug in das Vertriebsmodel der Bankenlandschaft feierte, wurde schleichend aber beständig, die vormals manifestierte Kundenbindung, durch die zunehmende Service-Entfremdung am Kunden, mit dem Vergleich und der Jagd auf die günstigsten Konditionen ersetzt.

Am Anfang unbemerkt, dann aber zunehmend stetig, standen die Filialbanken in direktem Vergleich mit den reinen Onlinebanken. Der anfängliche Trend zur Übernahme bzw. Gründung von eigenen Onlinebanken offenbarte nur zusehends, das die Banken keine wirklich integrierte Vertriebsstruktur, in der sich beide Vertriebswege ergänzten, fanden und somit Mehrwert für alle Kundengruppen generierten.

Auch im sich selbst beschleunigenden Trend zur Digitalisierung darf nicht aus dem Blick geraten, das der alleinige Run auf die damit verbundenen Kosteneinsparungen und vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten der Kundendaten nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, das die Gesamtstrategie der Daseinsberechtigung von Banken im Zeitalter der industriellen Führerschaft von IT-Unternehmen derzeit nach wie vor nicht erbracht ist.

Fazit:

Im Mittelpunkt sollte der Kunde und nicht die reine Kostenersparnis stehen. Viele Kunden sind zu Beratungs- und Kontoführungskosten bereit, sofern sie den Mehrwert des Angebotes im Rahmen der Kundenbetreuung erleben können.