Schon wieder meldete die Deutsche #Telekom am Sonntag einen massiven Ausfall von Internet und Telefonie, und zwar mit republikweiten Clustern. Das Problem ist, folgt man den Kommentaren im Netz und den verfügbaren Daten, erratisch. Das bedeutet, es ist kein einfaches On/Off-Problem, weil irgendwo ein Server spinnt. Das Muster spricht für ein wesentlich komplexeres Problem. Vor allem, weil es dieses Jahr bereits ein identisches Vorkommnis gab. Hätte es einen einfachen technischen Grund gegeben, wäre er längst behoben.

Testläufe und Muskelspiele

Hinzu kommt die Tatsache, dass ähnliche Ausfälle mit vergleichbaren Mustern 2016 auch in anderen Ländern aufgetreten sind. Zuletzt waren neben den USA und Deutschland auch Großbritannien und andere westliche Nationen betroffen. Eine Analyse ergab, dass die Ausfälle spezifischen Mustern folgten - Mustern, die technisch keinen Sinn ergeben. Stattdessen spricht das Geschehen für das Senden einer Botschaft.

Wir wissen, wie wir Euch lahmlegen

Man kann diesen Ausfallmustern eine bestimmte Botschaft entnehmen: "Wir kennen Eure Infrastruktur, wir können in sie eindringen und vor allem können wir sie lahmlegen." Welche Infrastruktur wäre für solche digitalen Warnschüsse besser geeignet als die Telekommunikation? Alles andere wäre schon kein Warnschuss mehr, sondern ein kriegerischer Akt. Würden Wasser, Strom etc. abgeschaltet, wäre ein allgemeines Chaos die sofortige Folge. Für eine Machtdemonstration also zu massiv. Aber klar ist: wer die Telekommunikationsinfrastruktur eines Landes nach Belieben chirurgisch genau ab- und wieder anschalten kann, der kann dies auch mit dem Rest der Infrastruktur.

Erinnern Sie sich an die Vorratswarnung?

Vor einigen Wochen ermahnte die deutsche Bundesregierung, jeder Haushalt solle sich Vorräte anlegen, die dazu geeignet sind, einen zweiwöchigen Ausfall von Wasser und Strom zu überstehen. Viele friedensverwöhnte Deutsche lachten über diese Warnung, aber sie war richtig und bitter notwendig. Denn Deutschland hat den Schutz seiner digitalen Infrastruktur in den vergangenen Jahren ganz fürchterlich verschlafen. Dies gilt für den privaten Sektor ebenso wie für den staatlichen.

Endlich ernst nehmen!

Was am Sonntag im Telekomnetz vor sich ging, war eine weitere Botschaft. Eine "Liebesgruß" des Feindes, der uns wissen lässt, dass er da ist und uns im Griff hat. Doch wer ist der Feind? Die Sicherheitsszene ist sich uneins. Es könnte Russland sein, aber genauso gut auch China, Iran oder aber eine Terror-Organisation. Die Bundesregierung müsste ihre Planungen zum Ausbau des so genannten "Cyber-Abwehrzentrums" weiter massiv ausbauen. Das, was an Stärke geplant ist, müsste verzehnfacht werden. In Sachleistungen ebenso wie hinsichtlich des Personals. Bislang ist das alles massiv unterdimensioniert. Kein Euro mehr wäre zu viel, denn unser aller Leben hängt daran. Ich für meinen Teil bin recht froh in Kanada zu leben. Europa wäre mir derzeit etwas zu naiv.

Good luck! #Telekomausfall #Internetstörung