Auf dem Smartphone oder PC sind sie schon längst nicht mehr wegzudenken: sprachgesteuerte Assistenten, die den Kalender verwalten, das Wetter der ganzen Welt kennen und auch wissen, wo sich das nächste Restaurant oder eine Apotheke befinden. Seit einiger Zeit findet man die freundlichen HelferInnen auch dekorativ im Wohnzimmer. Sie heißen Siri, Cortana, Alexa oder Bixby [VIDEO], oder haben eben überhaupt keinen wohl klingenden Namen, sondern hören einfach auf "#Google". Dieses Gerät, welches seit heute auf dem deutschen Markt ist, hat der Konkurrenz einiges voraus.

Besser als Alexa?

Die Frage, wie gut oder schlecht das Produkt des Datenriesen im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet, lässt sich nicht leicht beantworten.

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Die synthetische Stimme klingt beim Home deutlich weniger natürlich als bei Alexa, die Satzmelodie ist nicht immer korrekt, aber man kann sich daran gewöhnen. Positiv fällt auf, dass das Google-Produkt auch den Kontext eines Gespräches behalten kann. So liefert die Frage "Wie weit ist es bis zum Mond?" (natürlich) das korrekte Ergebnis. Fragt man dann aber weiter: "Und wie groß ist er?", so weiß das kluge Gerät noch, dass wir gerade vom Mond gesprochen haben, Alexa hat das hingegen schon wieder vergessen. Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist durchweg gut, auch wenn man dem Gerät den Rücken zuwendet. Der verbaute Lautsprecher klingt durchschnittlich, der Bass wird etwas überbetont, die Höhen fehlen ein wenig, aber für eine Nebenbeibeschallung oder die Sprachausgabe ist das ok. Apropos Musik, man benötigt ein Abo bei Spotify, Deezer oder Google Play Musik, ansonsten gibt es nur das normale Webradio als Alternative.

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Allerdings darf man davon ausgehen, dass mit zunehmender Verbreitung weitere Dienste zugänglich gemacht werden.

Smarte Heimsteuerung

Mit Google Home lassen sich auch weitere Geräte steuern, wie zum Beispiel TV-Boxen oder vernetzte Lautsprecher. Am Besten geht dies natürlich, wenn man Chromecast verwendet, damit kann man sich Filme von Netflix auf Kommando vorspielen lassen. Bis sich dann auch Fenster, Garagentore und Kaffeemaschinen bedienen lassen, ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Fazit

Bleibt die Frage, wozu man eine solche Spielerei braucht? Es ist nett, und es liegt im Trend. Man darf aber bei aller Technikverliebtheit nicht vergessen, dass alle Anfragen in den Servern bei Google gespeichert werden. Das Unternehmen selbst gibt an, dass Aufnahmen, die nicht direkt an das Gerät gerichtet sind, natürlich nicht gespeichert werden. Aber, sollte man wirklich darauf vertrauen?

Wer nicht technikparanoid ist, kann das Gerät aber ruhig einmal probieren. Der Einführungspreis von 149 Euro scheint erschwinglich. Übrigens: Amazon hat den Preis für das Konkurrenzprodukt Echo heute auf 130 Euro gesenkt.

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