Seit dem 17. November 2017 ist Star Wars Battlefront 2 erhältlich und schon vor dem Release hatte Entwickler DICE große Probleme die Gaming-Community an ihr Spiel ranzuführen. Überdimensionale Spielzeiten um Charaktere, wie Darth Vader oder Luke Skywalker freizuschalten und dreiste Mikrotransaktionen, die diese Spielzeit verkürzten und Vorteile brachten, machten das Weltraumepos zum Top Gesprächsthema. Jetzt hat diese Diskussion allerdings eine weitere Ebene erreicht und auch Politiker in Belgien dazu gebracht sich diesem Thema anzunehmen mit einem überraschenden Ergebnis.

"Der Mix von Geld und Sucht ist Glücksspiel."

Die in Belgien zuständige Kommission hatte sich intensiv mit dem Thema #Lootboxen (Inhaltspakete) in Spielen auseinandergesetzt.

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Als Anstoß wurde unter anderem die große Diskussion um #Star Wars Battlefront 2 gesehen, allerdings stehen solche Lootboxen schon länger in der Kritik und auch Blizzards Heldenshooter #Overwatch musste schon einiges einstecken. Nun hat sich aber auch nach der Untersuchung der Kommission der belgische Justizminister Koen Geens geäußert und kam zum Schluss: "Der Mix von Geld und Sucht ist Glücksspiel." Ob der Minister mit seiner Aussage auch bei anderen EU-Mitgliedstaaten Zuspruch findet, ist unklar. Ein Diskussion hat er damit aber erstmal begonnen.

Dass ein europäisches Land einen solchen Entschluss trifft, ist überraschend und trifft EA und andere Publisher nicht minder. Lootboxen sind in zahlreichen Spielen eine feste Mechanik geworden und sorgen bei vielen Entwicklern für stetige Einnahmen.

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In den meisten Fällen finanziert sich ein Spiel durch Mikrotransaktionen weiter, um anfallende Kosten zu begleichen. Darunter auch Blizzards Overwatch oder Ubisofts Rainbow 6 Siege. Overwatch hatte bereits schon in der Vergangenheit mit seinen Lootboxen Probleme und musste in China die Wahrscheinlichkeiten veröffentlichen, welches Item zu welchem Prozentsatz droppt.

Die USA bleiben beharrlich

Der US-Jugendschutz ESRB hatte sich bereits vor der Diskussion dagegen ausgesprochen Lootboxen als Glücksspiel zu klassifizieren und viele US-Staaten sehen das ähnlich. Allerdings äußerte sich der hawaiianische Politiker Chris Lee im Zuge des Diskussion, dass er dem "räuberischen Verhalten" den Kampf ansagen werde und bittet seine Bevölkerung ihn zu unterstützen.

Klar bleibt, dass diese Debatte ihren Höhepunkt erreicht und in vielen Bereichen der Gesellschaft Anklang findet. Viele sehen in dem Verhalten der Entwickler Habgier und versuchen das schon seit längerem zu unterbinden. Es gab in der Vergangenheit allerdings noch nie einen solchen politischen Disput über eine Spielmechanik, wie über Lootboxen. Bis aber eine Entscheidung getroffen wird, könnte es noch Jahre dauen.