Dass viele Frauen das TV-Format „Der Bachelor“ nicht nur nutzen um ihre große Liebe zu finden, ist jetzt keine große Neuigkeit. Die Tatsache, dass einige von ihnen ihren TV-Auftritt als Sprungbrett nutzen wollen um in der C-Promiwelt Fuß zu fassen, ist auch noch verständlich. Doch was sich hinter den Knebelverträgen verbirgt, die den Kandidatinnen beim Bachelor auferlegt werden, das ist schon eine ganz andere Hausnummer. Nach Angaben der „Bild“ sollen die Damen einen Hungerlohn dafür bekommen, dass sie die Quoten ordentlich anheizen und sich öffentlich bei der Buhlerei um einen Mann bloßstellen lassen.

Das wird wohl nichts mit dem großen Geld

Die Frauen müssen mittlerweile wohl einiges in Kauf nehmen um den Bachelor für sich zu gewinnen, das große Geld winkt den Damen allerdings nicht. Es wäre der ein oder anderen Kandidatin also von vorneherein anzuraten, sich nur auf den Bachelor einzulassen, wenn sie wirklich den Mann ihres Lebens sucht oder eine absolut kamerageile Persönlichkeit ist, die die TV-Welt noch nachwirkend begeistern kann.

Der Bachelor 2015 befindet sich derzeit auf den letzten Metern auf der Suche nach seiner Traumfrau. Und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade jetzt einige pikante Details bezüglich der Verträge der Bachelor-Kandidatinnen bekannt werden.

Laut „oe24“ stehen zwei Kernaussagen im Mittelpunkt der Knebelverträge: „Wenig Geld und keine Rechte.“ Das klingt nicht wirklich nach einem lukrativen Angebot für die jungen Frauen.

Die harten Vertragsklauseln der Kandidatinnen

Zu einer der weniger überraschenden Vertragsklauseln gehört wohl die Kleiderordnung. Wer in der Vergangenheit das ein oder andere Mal beim Bachelor eingeschaltet hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Damen meist wie frisch aus dem Ei gepellt aussahen - das kommt nun mal nicht von ungefähr. Die Kandidatinnen dürfen laut „oe24“ nur einpacken, was von der Produktionsfirma erlaubt ist und wenn’s nicht gefällt, muss es zu Hause bleiben. Dass allerdings das Styling vor jeder „Nacht der Rosen“ vorher direkt mit der Produktionsfirma abgesprochen werden muss, klingt schon ein wenig komisch.

Kontakt nach außen verboten

Jeglicher Kontakt nach außen ist während der Produktion verboten, schließlich möchte niemand riskieren, dass bereits vor Bekanntgabe der letzten Rose schon Twitter und Co. Bescheid wissen, wer die Glückliche ist. Verboten sind laut „oe24“ daher vor allem Smartphones, Kameras, Handys, Tablets, Laptops und MP3-Player. Für Notfälle gibt es dann in der Villa zumindest ein Notfall-Telefon, das seinen Namen als solches auch verdient hat, schließlich ist die einzige Telefonleitung in der Villa ausschließlich für den absoluten Notfall reserviert und das Gespräch erfolgt auch dann nur unter Aufsicht. Was das letztendlich für die Persönlichkeitsrechte der Frauen heißt, muss wohl nicht näher ausgeführt werden.

24-Stunden Überwachung

Ein bisschen erinnert das Ganze schon an „Frauenknast“, die Kandidatinnen dürfen die Villa nicht einmal verlassen. Die ganze Zeit sitzt man also eingesperrt in der Villa, bis der nette Bachelor auf die Idee kommt zum Gruppen- oder Einzeldate  zu rufen. Das könnte erklären warum die Frauen dann immer so aus dem Häuschen sind.

Nach Aussagen der „Bild“ unterliegen die Kandidatinnen nicht nur einer 24 Stunden-Überwachung, sie sind auch verpflichtet ständig ihr Mikrofon zu tragen. Schließlich muss jeder Zickenkrieg hautnah dokumentiert werden. Duschen und Schwimmen ist hiervon natürlich ausgenommen – das könnte erklären warum der Pool bei so mancher Kandidatin zum besten Freund werden kann.

Das Gehalt ist ziemlich mies

Den Hauptkritikpunkt macht wohl das geringe Gehalt für all diese Strapazen aus. Man könnte meinen die Aufwandsentschädigung wäre da nicht so knapp bemessen. Für die Drehzeit von insgesamt 6 Wochen soll es 3.000 Euro geben. 1.500 Euro für den Drehstart, 1.000 Euro nachdem die jeweilige Kandidatin die Villa verlassen musste und 500 Euro für Film- und Fotorechte. Bezahlt wird natürlich nur, wer sich brav an alle Vertragsregeln hält und nicht vorzeitig die Villa verlässt. Im Falle eines Verstoßes kann die Kandidatin ihre gesamte Gage verlieren und im schlimmsten Falle sogar noch mit einer Strafe von mehreren Tausend Euro rechnen.

Da sieht man das glückliche Kandidatenleben in der Bachelorvilla doch gleich mit anderen Augen. Vielleicht wäre da ein gutbezahlter Job außerhalb der Medien die bessere Alternative gewesen. #Finanzen