"Who ya gonna call? - Ghostbusters!" - Fast jedes Kind der 80er Jahre kennt noch diesen Song von Ray Parker Jr. zum Blockbuster "Ghostbusters" (1984).

Die Story um die drei durchgeknallten Parapsychologen und Geisterjäger Dr. Egon Spengler (Harold Ramis), Dr. Raymon Stanz (Dan Aykroyd) und Dr. Peter Venkman (Bill Murray) beigeisterte damals das Publikum mit ihrem skurrilen und manchmal auch sarkastischen Humor. 1989 kehrten die Geisterjäger nicht weniger erfolgreich mit "Ghostbusters II" auf die Leinwand zurück. Rund 27 Jahre später sollen die "Ghostbusters" wieder auf die Jagd gehen - ohne Original-Besetzung. Die Fans sind alles andere als begeistert...

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Ja, sie sind in die Jahre gekommen: Dan Aykroyd, Bill Murray und Ernie Hudson - die verbliebenen "Ghostbusters". Co-Autor und Hauptdarsteller Harold Ramis verstarb im vergangenen Jahr an einer Immunschwäche-Krankheit. Doch irgendwie hatten alle auf eine Rückkehr der alten Helden (und sei es nur mit einem Gastauftritt) gehofft. Doch Bill Murray lehnte alle angebotenen Drehbücher ab, und mit dem Tod von Ramis sprang auch Regisseur Ivan Reitman ab, der auch die ersten zwei Filme inszenierte. Nun soll ein neues Drehbuch und ein neues Cast den Film-Klassiker neu beleben. Insbesondere die Besetzung der Hauptrollen sorgt für Missgunst bei den Fans.



Melissa McCarthy, Kate McKinnon, Kristen Wiig und Leslie Jones sollen sich ab jetzt die Overalls mit dem Geisterlogo überstreifen. Die Idee von vier weiblichen "Ghostbusters" kommt bei den potentiellen Zuschauern nicht so gut an wie gewünscht.

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Dies bezieht sich aber nicht auf das Geschlecht generell, sondern insbesondere auf die Auswahl der Darstellerinnen. Hier baut man (mit Ausnahme von McCarthy) auf B- und C-Comedians aus US-Shows, die in Deutschland weniger oder überhaupt nicht bekannt sind. Innerhalb weniger Stunden nach Vorstellung des neuen Cast hagelte es im Internet einen regelrechten Shitstorm. Die Produktionsfirma reagierte sofort, und schickte die beiden Ur-Gesteine Aykroyd und Hudson vor die Kamera um der Welt zu offenbaren, wie angetan sie von dem neuen "Ghostbusters"-Projekt einschließlich der Besetzung(!) sind. Dies wirkt ziemlich unbeholfen und verzweifelt, vielleicht auch zu Recht. Denn noch offener kann man Zweifel am eigenen Projekt nicht dokumentieren. Die Dreharbeiten beginnen trotzdem im Sommer dieses Jahres. 2016 soll der Film in den Kinos anlaufen.



Letztendlich bleibt doch nur die eine Frage: Brauchen wir von jedem #Kino-Klassiker einen "Reboot"?

Die Einfallslosigkeit, die seit einiger Zeit in #Hollywood um sich greift, beschert uns in den letzten Jahren unzählige Neuauflagen. Angefangen mit der Remake-Welle von Horror-Klassikern, der zweiten Spider-Man Trilogie (hintereinander!) und auch der gute alte Indiana Jones soll wiederbelebt werden! Es gibt tatsächlich sehr gute Remakes - aber Talent- und Ideenlosigkeit mit einer Fließbandproduktion von Neuauflagen zu kaschieren, zeugt lediglich vom Ausverkauf der Kreativität.