Etliche Zuschauer verfolgen jedes Jahr wie die Kandidaten von Woche zu Woche, Kilo für Kilo abnehmen. Fleißig trainieren die Biggest Loser-Kandidaten bis an ihre Grenzen und darüber hinaus, sie ziehen ihr intensives Sportprogramm eisern durch und halten sich teilweise schon zwanghaft an ihre Hungerkur. Einige von Ihnen können auch ordentliche Abnehmerfolge erzielen, die sich aufjedenfall sehen lassen können. Doch letztendlich beklagen sich die Kandidaten immer wieder über zu starken Druck und falsche Methoden.

Sat.1 weist diese Kritik bisher laut "promiflash.de" von sich. Immer wieder bekämen sie doch positive Kritik von anderen Kandidaten, die die Zeit im Camp effektiv nutzen konnten und über ihre Erfolge überglücklich sind.

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US-Siegerin hungerte sich bis zum Untergewicht

Auch im letzten Jahr sind kritische Stimmen lautgeworden, dass die Kandidaten bei "The Biggest Loser" zu viel und vor allem zu schnell abnehmen würden, als dass es gesund sein könnte. Besonders der Biggest Loser Sieger Marc rückte dabei in den Vordergrund. Dieser hatte unglaubliche 86,3 Kilo abgenommen und sich damit bei einer Größe von 1,87 m und einem Startgewicht von 184 Kilo fast halbiert. Doch dieser hat durch die Abnehmshow ein normales, gesundes Gewicht erreicht.

Bei der US-Show von "The Biggest Loser" ging es da schon ganz anders zu. Nach Angaben der "Augsburger Allgemeinen" hatte die letztjährige Gewinnerin 70 Kilo abgenommen und sich damit ins Untergewicht gehungert. Zuvor wog die 24-jährige Rachel Frederickson 118 Kilo und hatte daher nicht so ein starkes Übergewicht wie manch anderer Biggest Loser-Kandidat.

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Doch um mit den anderen mithalten zu können, hungerte sich die 1,65 m große Frau auf 48 Kilo runter - was laut BMI Untergewicht, und dadurch definitiv mehr als bedenklich ist.

Fakt ist zumindest, dass die übergewichtigen Männer und Frauen, die an "The Biggest Loser" teilnehmen, aufgerüttelt werden, dass es so mit ihnen nicht weitergehen kann. Sie lernen Sport dauerhaft in ihr Leben zu integrieren und mit einer gesunden Ernährung ihre Abnehmleistung zu unterstützen. Grundsätzlich ist da nichts Falsches dran.

Quoten erfordern Erfolge

Das größere Problem an der Sache ist, dass "The Biggest Loser" im TV ausgestrahlt wird, Millionen von Zuschauern schalten ein um die Erfolge der Kandidaten beobachten zu können. Da müssen natürlich schnelle und gute Erfolge sichtbar sein. Was wäre sonst mit den Quoten, wenn das TV-Format doch nicht so erfolgreich wäre, wie bisher angepriesen?

Schon nach einer Woche haben die meisten Kandidaten der bisherigen Sendung bis zu 10 Kilo abgenommen, eine starke Leistung.

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Doch es wird immer wieder hinterfragt wie gesund eine solch radikale Abnahme für den Menschen ist. Experten warnen davor in einer Woche mehr als fünf Kilo abzunehmen. Die Kandidaten von "The Biggest Loser" haben die empfohlene Gewichtsabnahme allerdings sogar verdoppelt. Schaden die Kandidaten mit ihrer Radikalkur also ihrem Körper?

Jedes Kilo weniger ist ein gutes Kilo!

Grundsätzlich ist der Körper wohl dankbar für jedes Gramm weniger Gewicht, das auf ihn einwirkt. Außerdem werden die Kandidaten ja rund um die Uhr von professionellen Experten unterstützt, die ihnen in Sachen Sport und Ernährung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sollten sie es dann trotzdem einmal sportlich übertreiben, steht ja immer noch die Camp-Ärztin für Notfälle bereit.

Das Wichtigste ist doch, dass die übergewichtigen Kandidaten für Sport und viel Bewegung begeistert werden und ihnen bewusst zu machen, in welche Richtung sich ihr Essverhalten entwickelt hat. Mit kleineren Umstellungen können da einige Kilos schmelzen, ohne dass es schon ein ungesundes Maß annimmt. Sicherlich sollten Menschen, die von ihrem Normalgewicht nicht allzu weit entfernt sind, nicht solche radikalen Abnehmergebnisse vorweisen können, wie zum Beispiel die US-Biggest Loser-Kandidatin vom letzten Jahr, doch wer meilenweit von einem normalen BMI entfernt ist, hat sich auch mit extremer Fresserei in seine Situation katapultiert und muss dementsprechend auch radikal wieder hinausgeleitet werden. #Gesundheit #Fernsehen