Am letzten Sonntagabend wurden im Wiener Volkstheater die Amadeus Austrian Music Awards verliehen. Die Award-Verleihung wurde dazu genutzt, Kritik an der österreichischen Musikwelt zu üben. Sieger, Moderatoren und die Überreicher der Trophäen kritisierten an den öffentlich-rechtlichen Sendern, dass zu wenig österreichische #Musik gespielt werde. Die Band 5/8erl in Ehr'n forderten in ihrer Dankesrede eine Emanzipation Österreichs. Laut Manuel Rubey, dem Moderator der Amadeus Awards Verleihung, kommen die Quoten für österreichische Musik kaum über 10 %. Des Weiteren wurde auch ein Mangel an weiblichen Künstlern auf österreichischen Festivals kritisiert.

Werbung
Werbung

Für große Aufregung sorgten unter anderem auch Andreas Gabaliers Aussagen, als er seinen Award entgegen nahm. Er spricht sich für "Toleranz auf der anderen Seite" aus, da er, laut "Die Presse", als rechts dargestellt wird, weil er Lieder so singt, wie sie früher gesungen wurden. Des Weiteren wurden Pfiffe laut, als er sagte: "Es ist nicht leicht auf der Welt, wenn man als Mann heute noch auf eine Frau steht."

Conchita Wurst konnte sich über mehrere Auszeichnungen freuen. In den Kategorien "Video des Jahres, Song des Jahres und Künstlerin des Jahres" erhielt sie jeweils einen Award. Zu Tränen gerührt, sagte sie, dass sie sich bei allen dafür bedanken wolle, dass sie ihren Traum leben dürfe. Hinter der Kunstfigur, Conchita Wurst, steckt Thomas Neuwirth.

Zum Künstler des Jahres wurde der, im Dezember verstorbene, Musiker Udo Jürgens gewählt.

Werbung

Die Trophäe nahm sein Sohn Johnny entgegen. Udo Jürgens wurde zudem von Herbert Grönemeyer geehrt.

Die Amadeus Awards Verleihung macht zumindest einmal im Jahr auf österreichische Musik aufmerksam und wird von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Vielleicht wird österreichische Musik inner- und außerhalb Österreichs wieder relevanter und führt zu einer musikalischen Emanzipation, wie es von der Band 5/8erl in Ehr'n gefordert wird.

Bild: Manfred Werner - Tsui - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. #Fernsehen