Millionen Zuschauer sitzen gebannt vor den Fernsehgeräten, wenn das Münsteraner Tatort-Team ermittelt. Seit Jahren stehen sie unangefochten an der Spitze der beliebtesten Kommissare im deutschen #Fernsehen.

Die scharfen, originellen und treffenden Wortgefechte zwischen Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) sind uns beinahe so vertraut wie das tägliche Zähneputzen. Man sieht ihnen gerne zu, dem etwas tollpatschigen, überheblichen, aber letztendlich immer hilfsbereiten Gerichtsmediziner Börne und dem polterten, unzufriedenen Kommissar Thiel, der ständig Stress mit seinem Vater hat.

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Nicht zu vergessen "Alberich" (Christine Urspruch), wie Börne seine kleinwüchsige Mitarbeiterin hochnäsig-liebevoll nennt. Der gefiederte Freund ist in der germanischen Mythologie der König des gleichnamigen Elfen- und Zwerggeschlechts.

Unübertroffene Einschaltquoten als Erfolgsgarant

Bei der Folge "Summ, Summ, Summ" 2014 saßen ganze 13 Mio. Zuschauer vor den Fernsehgeräten. Bei solchen Einschaltquoten kann selbst Til Schweiger nicht mehr mithalten, und der führt gerade die Liste der beliebtesten deutschen Promis an.

Die "Bild" berichtete, dass aus Produktionskreisen laut wurde, das mögliche Aus stehe bevor. Was genau dran ist, kann man derzeit noch nicht sagen. Vielleicht sind Liefers und Prahl der festgelegten Charaktere überdrüssig geworden. Der Zuschauer konnte jedoch bereits im letzten Jahr Ermüdungserscheinungen bei beiden Schauspielern feststellen.

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Sie schienen Ihren Text eher lustlos abzuspulen, der Rollenklischees längst überdrüssig. Verwunderlich ist das nicht, schließlich wünscht sich jeder Schauspieler mehr Handlungsspielraum und eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Typen darstellen zu können. Wenn man auf der Straße nur noch mit dem Namen der Rolle angesprochen wird und bald niemand mehr den tatsächlichen Namen kennt, macht das vermutlich nicht viel Spaß.

Bald auf der Kinoleinwand zu sehen?

Man munkelt von Differenzen zwischen Schauspielern und Sender. Prahl und Liefers möchten die Charaktere gerne weiterentwickeln und hätten für den aktuellen Vertrag sogar eine finanzielle Nullrunde in Kauf genommen, behauptet ein WDR-Insider. Liefers und Prahl hingegen erklären, dass nichts dran sei an diesen Gerüchten und dass sie noch viele weitere Jahre als Tatort-Team ermitteln möchten. Im aktuellen Vertrag sind vier neue Folgen vorgesehen, die bis zum Jahresende 2017 ausgestrahlt werden. Auch ein Tatort-Kinofilm ist geplant.

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Beide würden eifrig am Drehbuch mitarbeiten, die rechtlichen und finanziellen Fragen seien allerdings noch nicht ausgelotet. Ob damit beide TV-Stars an den "Tatort" aus Münster gebunden werden sollen?

Hoffentlich ermitteln die Münsteraner noch länger, schließlich wollen wir auf Börnes überkorrekte Kleidung und Thiels Lotter-T-Shirts jetzt noch nicht verzichten.

Bild: "Jan Josef Liefers - Romy 2013" von Manfred Werner (Tsui). Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons #Fernsehserien