Wird ja auch mal Zeit, wieder etwas von dem Austria-Next-Topmodel und der Ex-Dschungelbewohnerin zu hören. Etwas ruhig wurde es um Larissa Marolt. Aber das hatte seine Gründe. Sie war für einige Zeit nicht nur auf der Autobahn bei der Polizei, sondern im Einsatz für Action. Am 16. April, um 20.15 Uhr, ist sie in einer Rolle bei der RTL-Serie "Alarm für Cobra 11" zu sehen. In der Folge "Goal" spielt die 22-Jährige die Alibifreundin eines homosexuellen Fußballers, Caro Miltenberg. Eine durchaus ernste Rolle, da Homosexualität - gerade im Fußball - immer noch ein Tabuthema ist.

Larissa, wir hätten da noch ein paar Fragen, bevor es auf Sendung geht:

Was macht mehr Spaß: Modeln oder Schauspielern?
Larissa: Zu 100 Prozent die Schauspielerei, weil es eine intensivere Arbeit ist. Selbst wenn es nur eine kleine Nebenrolle ist und man nur einen Satz zu sagen hat - denn der muss dann richtig sitzen. Beim Dreh bei "Cobra 11" habe ich wieder gemerkt, dass das etwas ist, was ich in Zukunft machen will.
Was würden Sie homosexuellen Fußballern raten?
Larissa: Das ist wirklich schwierig. Ich glaube, dass es in der gesamten Medienbranche viele Männer gibt, die homosexuell sind und nicht den Mut haben sich zu outen. Am Ende bin ich der Meinung, dass das Sexualleben für jeden eine reine Privatsache ist. Es muss einfach jeder damit glücklich sein.
Wurden Sie privat auch schon mal gefragt, ob Sie die Alibifreundin von jemandem sein möchten?
Larissa: Nein, das wurde ich noch nie gefragt und ich rechne auch nicht damit um ehrlich zu sein (lacht). Ich hab ja auch einen Freund, insofern denke ich nicht, dass jemand auf die Idee kommen würde.
Würden Sie es machen, wenn Sie Single wären?
Larissa: Nein, darüber habe ich auch noch nie nachgedacht und mich mit dem Thema entsprechend auch noch nie auseinander gesetzt. Ich finde es schlimm, dass man heutzutage sowas wie eine Alibifreundin überhaupt noch braucht. Das beschäftigt mich wirklich, weil es heutzutage in unserer modernen Welt nun wirklich nicht sein darf, dass homosexuelle Fußballer überhaupt ein Thema sind. Das ist einfach traurig.
Könnten Sie sich auch eine Karriere als Actionheldin vorstellen?
Larissa: Absolut. Ich warte nur auf das richtige Angebot (lacht). Aber die Rolle Caro ist auch eine coole Aufgabe. Sie hat auch Inhalt, viele Emotionen und es macht Spaß, sie zu verkörpern.
Haben Sie die Helden der RTL-Serie zum ersten Mal getroffen? Wie war der Dreh mit ihnen?
Larissa: Ich hab sie zum ersten Mal richtig getroffen - so mit Hände schütteln (lacht). Es ist immer ganz interessant, wenn man jemandem dann face-to-face gegenübersteht. Die beiden sind so nett, so sympathisch und bodenständig. Man hört ja immer wieder Schauergeschichten von Schauspielern, die dann nicht so nett sind, wenn man ihnen gegenüber steht, aber Erdogan und Vince sind wirklich wahnsinnig nette Typen, die sich Zeit genommen und mich lieb begrüßt haben. Ich habe mich gleich willkommen gefühlt. Tolles Set, toller Regisseur, tolle Schauspieler.
Also war der Dreh für Sie schön?
Larissa: Der Dreh war für mich sehr schön. Ich bin schon ein sehr perfektionistischer Mensch, auch was das Spielen angeht. Ich hab immer Angst, ich komme nicht echt genug rüber oder denke mir: das hättest du besser machen können. Ich glaube, da bin ich typisch Künstlerin, die dann natürlich auch mit einer gewissen Nervosität an die Sache rangeht. Aber im Endeffekt hab ich mein bestes gegeben und viel Arbeit und Herz da rein gesteckt. Außerdem hat mir der Regisseur den ein oder anderen Ratschlag gegeben, den ich natürlich beherzigt habe.
Welche Rollen würden Sie in Zukunft reizen?
Larissa: Ich bin ja auch gerne auf der Comedy-Schiene unterwegs und ich denke, dass das etwas ist, was mir sehr liegt. Wobei die Rolle Caro jetzt das komplette Gegenteil ist, es hat etwas Tiefsinniges. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht.

Fotos: © Guido Engels, Szene "Cobra 11", Freigaben durch RTL #Fernsehserien #Fernsehen