Schmückt sich Hillary Clinton mit fremden Federn?

Wie "the hollywood reporter" in seiner Online-Ausgabe berichtet, soll die amerikanische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton das Logo der Whistleblower-Organisation WikiLeaks abgekupfert haben. So unbeliebt diese Organisation für amerikanische Politiker auch sein mag, wenn es um die Mutter aller Schlachten geht, ist anscheinend alles Recht. Es wurde gemunkelt, dass die Wahl des Logos nicht zufällig erfolgt sei, so stünde das Logo doch für Integrität und "Aufdeckertum". Mit diesen Attributen will sich Amerikas "Vielleicht-Präsidentin" dem Anschein nach ausstatten.

Gleiche Symbole in beiden Logos

Auf der offiziellen Twitter-Seite der Organisation WikiLeaks heißt es: "Hillary Clinton hat unser innovatives WikiLeaks - Twitter Logo gestohlen". Im Tweet sieht man auch den Vergleich der Logos in einer Gegenüberstellung und wirklich, die Ähnlichkeit ist auf Symbolebene frappierend. Das Stundenglas von WikiLeaks ist in der Hillary-Kampagne ein H und der markante rote Pfeil ist in beiden Logos enthalten. Man kann im Nachhinein in alles etwas hineininterpretieren, aber es ist trotzdem nichts anderes, als eben hineininterpretiert.

Logodiebstahl ein gelungener Scherz

Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren war, handelt es sich bei diesem Tweet um eine Persiflage an einen Artikel aus "The Verge". In diesem Artikel wurde Senator Paul Rand, welcher sich für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat beworben hat, unterstellt, das Tinder-Logo gestohlen zu haben und das nur, weil beide eine Flamme im Logo haben. Da zwischen beiden Logos ein markanter Unterschied besteht, hat WikiLeaks diese Absurdität als Anlass genommen, mithilfe des eigenen Logos den gleichen Zusammenhang zu konstruieren, eben mit dem Logo der Clinton-Kampagne.

Die Netzgemeinde ist empört

Die User aller sozialen Netzwerke sind natürlich über die scheinbare Dreistigkeit der Kampagne-verantwortlichen Clintons empört und zeigen ihren Unwillen in einem Sturm der Entrüstung. Obwohl Politiker etwas aushalten müssen, scheint es Hillary Clinton und ihr Team schuldlos zu treffen. Aber wie es so schön in der Branche heißt, das auch schlechte Nachrichten, gute Nachrichten sind, können die Verantwortlichen der Clinton Kampagne die Reaktion so vieler User aus den sozialen Netzwerken, als kostenlosen PR-Gag verbuchen.

Für alle, die sich an dieser Aktion erheitern wollen: Einfach auf die offizielle Seite von WikiLeaks twittern und selber beurteilen wie ähnlich sich die beiden Logos sehen.

Foto: Mike Mozart - CC-BY-2.0 - Flickr.com