"Fang den Haider" - Auf Spurensuche

"Nichts ist fix", scheint die Devise zu sein, wenn es um den Politiker Jörg Haider geht. Eines jedoch kann man getrost behaupten: Seit seinem Unfalltod 2008 ist der Politiker zum Mythos geworden. Schlagzeilen über das Hypo-Debakel füllen die Zeitungen in ganz Österreich und mitten in diesem Medientumult sorgt eine Dokumentation über den verstorbenen Politiker Jörg Haider für Aufregung. Die Filmemacherin Nathalie Borger begibt sich in "Fang den Haider" auf Spurensuche nach dem Mythos Haider und damit auch tief in die gespaltene Seele der Österreicher. Die Prämiere des Films fand in Graz statt und der Kinostart ist für Ende Mai dieses Jahres anberaumt.

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Doku garantiert volle Kinosäle

Dass die Dokumentation für volle Kinos sorgen wird, steht jetzt schon fest, denn der verstorbene blaue und später orange Landeshauptmann hat trotz seiner Rolle im Hypo-Debakel noch viele Anhänger, die sich die Dokumentation sicher nicht entgehen lassen. Aber auch viele Kritiker und Gegner Haiders werden sich die Doku über das "System Haider" nicht entgehen lassen, weil die Faszination Haider trotz aller Kritikpunkte noch lange nicht der Vergangenheit angehört.

Jörg Haider - Ein Blick hinter die Kulissen

Die Doku versucht einen Blick hinter die Kulissen und fängt politische, traditionelle aber auch emotionale Eindrücke des Phänomen Haiders auf ohne jedoch die Kritikfähigkeit zu verlieren. Der Film will die wirkliche Person Haiders, abseits aller Widersprüche einfangen und dem Publikum nahebringen.

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Das Leben Jörg Haiders

Der österreichische Politiker Haider hatte im Laufe seiner Karriere viele Funktionen. Vom Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend bis zum Vorsitzenden der Freiheitlichen Partei Österreichs. 2005 gründete er die Partei Bündnis Zukunft Österreich. Bis zu seinem Tod war er Landeshauptmann von Kärnten.

Verschwörungstheorien ohne Ende

Der Unfalltod Haiders war der Startschuss für viele Verschwörungstheorien. Von Sprengfallen, Raketenangriffen und Verschwörungen der Deutschen Bahn bis hin zum Mossad-Auftragsmord wurde nichts ausgelassen. Noch heute ist der Unfallort Ziel von Pilgern. Die Menschen bringen Blumen, Kränze und Fahnen.

Foto: Dieter Zirnig - CC BY 2.0 flickr.com #Kino