Na, das wurde aber auch endlich Zeit! Am vergangenen Samstag, um 9:50 Uhr, war es endlich soweit: Ein Kälbchen wurde geboren! Sowohl die Mutterkuh, als auch ihr süßer Nachwuchs sind wohlauf und kerngesund. Bei "Newtopia" lagen die Nerven bereits seit letzter Woche blank. Denn die Mutterkuh war schon zwei Tage nach dem errechneten Geburtstermin überfällig. Da liefen bei Kalle sämtliche Synapsen im Gehirn Amok. Der Mann war ja völlig am Ende. Dann war es nun endlich soweit. Landwirt Kalle, sowie Bauarbeiter Lennert und Bauer Heiko, ein Einwohner aus dem Nachbardorf, haben das Jungtier willkommen geheißen. Die Geburt wird Sat.1 heute Abend zeigen.

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Nun wird das Kalb liebevoll von seiner Mutter umsorgt. Natürlich schaut auch immer Kalle vorbei. Er übernimmt praktisch die Elternzeit. Die hat er sich wirklich auch verdient, bereitete Kalle sich so sehr auf die Geburt vor. Tagelang hat er alles im Veterinärbuch gelesen, damit die Geburt perfekt wird. Von Lennert kamen da nur Sprüche: "Ich kenn das von den Highland Rindern zu Hause, die machen das von allein. Da kommste morgens an und dann plumpsen die einfach raus und sind da." Der hat gut reden. Immerhin ist Kalle jeden Morgen aufgestanden, hat die Kühe gemolken. Für ihn ist die Geburt, wie die Geburt eines eigenen Kindes. Und deshalb umsorgt er jetzt ganz besonders Mutterkuh und Kälbchen. Wie in einer richtigen Familie. Fehlt nur noch der Name, denn den hat das Kälbchen immer noch nicht.

Doch statt einen Namen zu suchen, haben die anderen Pioniere ganz andere Sorgen. Nämlich: Das Geschlechtsorgan von Hans, das stand im Fokus einer nächtlichen Debatte. Für Hans ist sein männliches Stück "viel schöner als sein Gesicht", sein ganzer Stolz. Zuschauer könnten ihn auch nach seinem Auszug jederzeit bewundern. Das wiederum hilft dem Model Kate auch nicht wirklich weiter, denn sie hatte sich eigentlich bei ihrem Einzug in Sebastian verliebt. Doch der reflektierte den ersten Kuss vor einigen Tagen noch einmal und meinte, dass dies wohl einfach nur wegen des Alkohols passiert sei.

Leider führten diese Trash-Themen zu keinem Quotenanstieg. Die Sat.1-Sendung dümpelt, trotz enormer medialer Aufmerksamkeit in den letzten Wochen, bei einstelligen Marktwerten. Doch vielleicht bringt ausgerechnet die Geburt einen erhofften Quotenanstieg. Man spürt die Wende, die Sat.1 bei diesem Format begonnen hat. Weg vom Dummschwätzen, Streit und vermeintlichem Fake, zurück zum Sinn der Sendung - eine neue Welt, eine neue Gesellschaft, ein neues Leben. Zu wünschen wäre Sat.1 nun mehr der dringend notwendige Erfolg.

#Fernsehserien #Fernsehen