Veröffentlichung mehr als ungewiss

Lange Zeit war es eher unwahrscheinlich, dass der Film "Boulevard" das Licht der Kinosäle erblicken wird. Trotz guter Kritiken beim "Tribeca Film Festival" in New York letzten Jahres und bestehender Nachfrage beim Kinopublikum verhinderten finanzielle Probleme den Kinostart. Auch die Suche nach einem Filmverleiher sah wenig erfolgsversprechend aus und gestaltete sich dementsprechend schwierig. Einzigartig war auch der scheinbar endlose Kampf der Verantwortlichen, endlich diejenigen Unterstützer zu finden, die der Film braucht, um in die Kinos zu kommen. Umso erfreulicher ist es, dass dieser Kampf erfolgreich war, denn nun hat, wie in der Entertainment Weekly zu lesen, Starz Digital die US Rechte für den Film erworben.

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Der Kinostart soll am 17. Juli in New York sein. Die anderen Märkte werden folgen.

Film handelt im Schwulenmilieu

Der verstorbene Star selbst beschreibt den Film als wunder voll und traurig. Der Film handelt im Großen und Ganzen von einem Coming-out und die, durch dieses Coming-out entstehenden Probleme. Nolan Mack, gespielt von Robin Williams, verliebt sich in einen homosexuellen Stricher, gespielt von Roberto Aguirre. Diese Liebe krempelt die sexuelle Identität von Mack komplett um. Ihm bleibt nichts anderes übrig als die ganze Misere seiner Frau zu beichten. Die sich daraus entwickelnde komplexe Handlung wird als "lebensbejahend" und "überraschend" beschrieben.

Die Hinterlassenschaft Robin Williams

Williams hinterließ nach seinem überraschenden Tod eine Reihe an Filmen, die bereits in den Kinos erschienen oder erscheinen werden.

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Zu nennen sind der dritte Teil der erfolgreichen Komödie "Nachts im Museum", in denen der Star als US-Präsident Theodore Roosevelt zu sehen war, "Merry Friggin Christmas" und "The Angriest Man in Brooklyn". "Merry Riggin Christmas", in dem sich ein Vater mit seinem Sohn aufmacht, vergessene Weihnachtsgeschenke rechtzeitig nach Hause zu bringen sowie "Nachts im Museum" wurden bereits in den Kinos gespielt. "The Angriest Man in Brooklyn", in dem der Hauptdarsteller, gespielt von Williams, erfährt, dass er 90 Minuten zu leben hat und plötzlich vor der Monsteraufgabe steht, sich in der kurzen Zeit mit allen zu versöhnen, ist auch eine von Williams Hinterlassenschaften. Bleibt nur zu hoffen, dass Williams letzter Film "Boulevard" so schnell wie möglich den Weg in die deutschen Kinos finden wird.

Foto: "Robin Williams 2008" by Steve Jurvetson from Menlo Park, USA - CC-BY-2.0 - flickr.com #Kino #Hollywood