The Strain heißt eine neue Fernsehserie, welche erstmalig am 13. Juli 2014 beim amerikanischen Kabelsender FX auf Sendung ging und am 12. Februar 2015 in Deutschland auf dem Privatsender Sky Atlantic HD zu sehen war. Die Horror-/ Drama-Serie basiert auf der gleichnamigen Trilogie von Guillermo del Toro und Chuck Hogan und handelt von einem Virus, der sich im Laufe der 13 Episoden über ganz New York ausbreitet und sich als Vampirismus herausstellt.

Nachdem ein Flugzeug am John F. Kennedy International Airport gelandet ist und sich im Flieger seitdem nichts und niemand mehr bewegt, wird das Team um den Epidemiologen Doktor Ephraim Goodweather (gespielt von Corey Stroll) gerufen.

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Außer 4 Überlebenden haben mehr als 200 Menschen auf unerklärliche Weise ihr Leben verloren, die erst unter Quarantäne befindlichen Überlebenden werden langsam krank und was hat eine unregistrierte Truhe im Frachtenraum der Boeing 767 damit zu tun?

Einige der vielen offenen Fragen klären sich fortlaufend, während andere bis zum Ende der ersten Staffel immer noch ungeklärt bleiben und neugierig auf die zweite geplante Staffel machen.

Die Vampire in The Strain verhalten sich im Gegensatz zu den nur allzu populären und mehr sex- als blutsüchtigen Vampiren, wie man sie aus The Vampire Diaries, True Blood oder Blood Ties kennt, wie die Monster aus den Mythen. Sie haben keinerlei Gefühle und ihr einziger Antrieb ist das Blut ihrer menschlichen Opfer, welche sie mittels einer enorm verlängerten und vergrößerten "Zunge mit Saugvorrichtung" erhalten.

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Trotzdem muss man hinzufügen, dass es offensichtlich eine andere "Sorte" von Vampiren gibt, die sich der Ausrottung der, wie Zombies umherirrenden, Blutsauger verschrieben hat. Dafür wurde ein Mensch rekrutiert (Augustin "Gus" Elizalde, gespielt von Miguel Gómez), damit dieser auch im Sonnenlicht weiter Jagd auf die "bösen" Vampire machen kann. Als Besonderheit sind auch die vielen kleinen Würmer zu nennen, die durch das Blutsaugen oder schon durch kleinste Verletzungen der Blutsauger ihren menschlichen Wirt rasant in einen Vampir verwandeln.

Der Master, also der "Vater" der virusverseuchten Stadt, präsentiert sich als hässliches Monster in einer roten Kutte und schläft in einem mit Erde gefüllten hölzernen Sarg, der vom ehemaligen KZ-Häftling Professor Abraham Setrakian (gespielt von David Bradley) geschnitzt wurde. Professor Setrakian wurde als armenischer Jude zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder während des zweiten Weltkriegs nach Treblinka gebracht, wo er das erste Mal auf seinen wichtigsten Gegenspieler Thomas Eichhorst (gespielt von Richard Sammel) traf, dem Diener des Meisters der strigoi (eine Bezeichnung die Abrahams Mutter für die Vampire benutzte).

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Abraham wird zu einer zentralen Figur, da er schon Erfahrung im Kampf gegen die Monster vorweisen kann, und sich dadurch eine kleine Gruppe an Widerstandskämpfern um ihn schart. Waffen aus Silber, UV-Lampen, Nagelpistolen und sonstige Gegenstände die das Köpfen und Verbrennen der Infizierten möglich machen, werden unentbehrlich. Insbesondere da es einen menschlichen Förderer des Meisters gibt, Eldritch Palmer (gespielt von Jonathan Hyde), der aus reinem Egoismus (wie es scheint) keine Rücksicht auf die Bevölkerung von New York nehmen will.

Einerseits erinnern die Vampire an die wandelnden verwesenden Leichen von The Walking Dead, was nicht verwundert, wenn man den Erfolg der Zombie-Serie in Betracht zieht, andererseits kann man möglicherweise auch Parallelen zu Underworld oder BloodRayne: The Third Reich erkennen.

Definitiv positiv ist die vom üblichen Pathos des Genres abweichende Repräsentation der Vampire, der Plot selbst wirkt zurzeit noch etwas einfach aber mit Hinweisen auf eine spannendere Zukunft. Das Staffelfinale erkennt man nicht als solches, keine üblich-offensichtlichen Cliffhanger, der "Böse" wurde nicht besiegt, was notwendig ist damit die Geschichte weiterlaufen kann, aber deswegen auch an die "Schnulzen-Vampir-Serien" erinnert. Man darf gespannt bleiben.

Bild: Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0] via Wikimedia Commons. #Fernsehserien #Fernsehen