Vor genau einem Jahr wurde Peaches Geldof, die Tochter von Bob Geldof, tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die gerade einmal 25-Jährige starb durch eine Überdosis Heroin. Heute ist der erste Todestag des britschen It-Girls. Ein trauriger Tag.



Peaches Geldof: Sie war die britische Antwort auf Paris Hilton. Auf der Insel war sie stets die Gejagte und für Paparazzos ein lukratives Geschäft. Egal ob als Teenager auf dem Schulklo, mit Babybauch am Strand oder bei schlechtem Wetter mit Kinderwagen, der vom Windstoß umfällt. Es gab keinen Schnappschuss von Peaches, den es nicht gab. Seit dem sie das Licht der Welt erblickte, wurde Peaches auf jeden Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt.

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Was muss das nur für ein Leben gewesen sein? Bis zum letzten Tage war sie umgeben von Blitzlichtgewitter. 2012 sagte sie in einem Interview mit der Zeitschrift "Elle": "Meine Kindheit war erschreckend und traurig."



Schrecklich waren nicht nur die Klatschreporter. In der Tat hatte das wunderschöne Mädchen einen schlimmen Leidensweg zu meistern, Schockerlebnisse zu verarbeiten. Mit acht Jahren wird ihr Stiefvater tot in einem Hotelzimmer gefunden. Nur drei Jahre später - da war Peaches gerade erst 11 Jahre alt geworden - stirbt ihre Mutter, die Moderatorin Paula Yates, an einer Überdosis Heroin. Für den Vater, der erfolgreiche Musiker Sir Bob Geldof, lag die Bewältigung der Trauer darin, einfach weiterzumachen - mit der Arbeit, im Leben. Ob er sich nun ablenken wollte, den Tod seiner Frau nicht begreifen konnte, nicht akzeptieren wollte.

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Für die junge Peaches war das nicht der Trost, den sie benötigte. Geldof ist bis heute ein Meister in der Musikbranche, als Vater hat er auf ganzer Linie versagt, ohne ihm die Liebe zu seiner Tochter absprechen zu wollen. Auf keinen Fall. Aber den dringend benötigten Halt, fand Peaches nicht wirklich bei ihrem Vater. Bis zu ihrem Tode nicht.



Das blieb nicht ohne Folgen. Als Teenager rebellierte sie. Sie schleppte sich von einer Party zur nächsten, im Vollrausch; ging von einem Mann zum anderen. Sie lieferte der Boulevardpresse die Skandale: sie pöbelte gegen Victoria Beckham, beleidigte die britische Sängerin Lily Allen. Sie erzählte, dass sie beim selben Drogendealer ihren Stoff kaufte, wie einst Amy Winehouse. Mit 17 Jahren hatte sie ihren ersten Atemstillstand. Die britische Presse zog über das verzweifelte Mädchen gnadenlos her. "Sie wird so enden wie ihre Mutter", waren noch harmlose Schlagzeilen.



Halt fand Peaches erst im Alter von 23 Jahren, als sie den drei Jahre jüngeren Rockmusiker Thomas Cohen - von allen nur Tom genannt - heiratete.

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Sie gab sich mit Tom in der Kirche das "Ja"-Wort, wo auch ihre Eltern heirateten und die Trauerzeremonie ihrer Mutter stattfand. Fromm ließ sie sich christlich trauen, schwörte dem Partyleben ein für alle mal ab. Es schien fast so, als seien die wilden Jahre vorbei. Die Kinder Astala, heute 2 Jahre alt, und Phaedra, inzwischen fast 23 Monate alt, folgten sehr schnell hinter einander. Die beiden Söhne waren Peaches ganzer Stolz.



Doch irgendwas hat sie eingeholt, hat sie herunter gezogen. In den letzten Wochen vor ihrem Tod sah sie in TV-Interviews blass und abgemagert aus. Dabei schien alles perfekt und verankert in ihrem Leben zu sein. Sie war Kolumnistin für das Magazin "Mother & Baby", wurde für Modeschauen gebucht, war Moderatorin und, nach wie vor, mit ihrer Schwester Pixie Geldof gern gesehener Gast auf Galas. Ihre Mutterrolle wurde von vielen Fans auf Twitter und Instangram mit Interesse verfolgt. Shitstorms gab es nie. Peaches war das Thema in den Netzwerken, stets positiv. Ihre sehr privaten Bilder mit ihren Söhnen waren überaus beliebt.



Die letzten zwei Jahre im Leben von Peaches, man war so überzeugt davon, zeigte eine glückliche Frau, eine liebevolle Mutter. Und doch verabreichte sie sich Heroin, starb daran in der Nacht zum 7. April 2014. Vater Geldof schrieb damals in einer Stellungnahme: "Wir haben sie geliebt und werden sie für immer ehren. Wie traurig dieser Satz ist.". Ganz besonders an ihrem heutigen 1. Todestag. #Mode #Fernsehen