Christoph Waltz und Amy Adams in den Hauptrollen

Mit "Big Eyes" ist ein besonderer Leckerbissen in die Kinos gekommen. Nicht nur, weil Christoph Waltz und Amy Adams in den Hauptrollen zu sehen sind, nein, es ist auch die Handlung, die den Film zu etwas besonderem macht. Aber von Anfang an: Margaret, gespielt von Amy Adams malt mit Vorliebe Kitschbilder. Diese Bilder sind ungewöhnlich, weil sie Kinder mit weit aufgerissenen Augen zeigen. Walter Keane, der Ehemann von Margaret, gespielt von Christoph Waltz beginnt die Bilder zu vermarkten. Da die Bilder nicht dem Geschmack der Galerien entsprechen, vermarktet Keane die Bilder selbst, mit sensationellem Erfolg.

Werbung
Werbung

Das Problem an der Sache: Er gibt sich selbst als Urheber der Werke aus.

Die wahre Geschichte hinter dem Film "Big Eyes"

Regisseur Tim Burton, bekannt durch "Edward mit den Scherenhänden" und "Frankenweenie", erzählt in seinem Film eine reale Geschichte. Wie gesagt, in den 60er Jahren verkaufte Keane die Bilder Margarets unter eigenem Namen. 1964 ging die Ehe in die Brüche und Margaret zog nach Hawaii, wo sie Dan McGuire kennen und lieben lernte. 1970 gab sie in einer Radiosendung bekannt, dass sie die Bilder gemalt hat und in einem aufsehenerregenden Verleumdungsprozess konnte sie die Jury überzeugen, dass sie die wahre Urheberin der Bilder war. Für das Urteil entscheidend war, dass Margaret vor Gericht innerhalb kurzer Zeit ein Bild malen konnte und Keane nicht.

Werbung

Christoph Waltz als verführerischer Bösewicht

Waltz, für Bösewicht Rollen prädestiniert, lässt mit einem Lächeln die gesamte Bandbreite seines Spektrums durchscheinen und wieder einmal gelingt es ihm, die Rolle des charismatischen Verführers, mit der des unsympathischen Bösewichts zu verschmelzen. Von cholerischen Ausbrüchen bis hin zum verführerischen Lächeln wirkt alles authentisch und real.

Reale Bezüge zur heutigen Zeit

Interessant sind auch die Aspekte und Berührungspunkte mit der heutigen Gesellschaft und ihren Problemen. Denn wenn man genauer hinschaut, findet man so einige Parallelen zur heutigen Zeit. Es geht im Film um die Identität des Künstlers, um die Urheberschaft eines Werkes und die daraus resultierenden Gefahren. Im Film beginnt sich durch die bombastische Vervielfältigung und den Verkauf von Karten und Postern bereits eine frühe Franchisekultur in der Kunst abzuzeichnen, in der Urheberrechtsprobleme vorprogrammiert sind.

Foto: Zadi Diaz - CC-BY- SA 2.0 - flickr.com. #Kino #Hollywood