Ann Sophie, hat Dich das sehr runtergezogen mit den Null Punkten beim ESC? Null Punkte sind Null Punkte, daran kann ich auch nichts mehr ändern. Dennoch bin ich dankbar für diesen Auftritt. Tausende Künstler wären gern dabei gewesen, ich war es.



Welchen Stellenwert hat der Eurovision Song Contest noch für Dich persönlich? Ich flog bereits eine Woche vorher nach Wien. Okay, dann war ich kurzzeitig krank. Aber sonst spielte ich Gigs, war auf Partys, lernte viele Menschen kennen - und das war toll.

#Fernsehen

Ann Sophie wurde auf einen Schlag berühmt



Wie fühlt es sich an, von heute auf morgen bekannt zu sein? Vor dem Grand Prix warst Du noch unbekannt, jetzt gibst Du Interviews und bist in vielen Medien vertreten. Ich fühle mich gut. Ständig Interviews zu geben finde ich nicht schlimm, es gehört dazu. Die Leute wollen dich kennen lernen, wissen wer du bist und wie du dich fühlst – das finde ich völlig in Ordnung. Ich mag es, viel unterwegs zu sein und viel zu erleben. Das inspiriert einfach sehr.



Ann Sophie, seit wann machst Du #Musik und spielst Du ein Instrument? Ich habe bereits mit sechs Jahren mit dem Klavierunterricht begonnen, aber das habe ich leider nicht sehr lange verfolgt. Oft gefielen mir die Lehrer nicht. Und so hörte der Spaß nach vier bis fünf Jahren auf. Zudem war ich in dem Musikzweig meiner Schule, dort hatten wir ein Klassenorchester, und ich habe Cello gespielt. Das war toll. Teil eines Orchesters zu sein ist echt wundervoll. Mit dem richtigen Musik schreiben und aufnehmen habe ich dann erst in New York begonnen. Da habe ich mich dann auch wieder ans Klavier gesetzt *lacht*.



In London geboren, aber in New York verliebt





Bleiben wir doch kurz in New York: Was hat dich dazu bewogen, in diese Stadt zu gehen? New York war immer meine Traumstadt. Ich liebe Amerika. Schon als Kind waren wir unfassbar oft dort. Insofern bin ich quasi auch ein wenig mit den USA aufgewachsen. Ich wollte nach der Schule unbedingt weg – und da suchte ich mir eben in meiner Lieblingsstadt eine Schule, die ich besuchen könnte. Ach, es war so schön *lacht*.



Wie war es dort für Dich, was hast Du dort alles gemacht? Ich habe in New York eine Schauspielausbildung absolviert. Die Zeit dort möchte ich nicht missen. Dort war mein Freischlag, ich habe alles getan, was ich tun wollte. In New York habe ich angefangen, Musik zu schreiben. Dort war der Beginn meiner Musikkarriere. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden und Erfahrungen fürs Leben gemacht – mit eine der besten Zeiten.



Und wie kamst Du dann zum Gesang? Puh, das hat relativ früh angefangen, mit 14, glaube ich. Zur damaligen Zeit wollte ich unbedingt so sein wie Britney Spears, später wie Christina Aguilera. Zu ihrem Album "Stripped" habe ich heimlich angefangen im Wohnzimmer zu singen. Als niemand da war natürlich *lacht*.



Vorbild ist neben Britney Spears auch Beyoncé





Was sind noch deine musikalischen Vorbilder? Vom Gesang und Performing Arts ist es nach wie vor Beyoncé. Auch von ihrer Professionalität im Business. Die Frau ist großartig. Sie hat es einfach drauf. Eine meiner Lieblingsbands ist Queen, und die können einfach nur musikalische Vorbilder sein. Ich bin etwas traurig, dass ich Freddie Mercury nie live sehen konnte. Ein Glück gibt es viele DVDs.



Wie würdest du Deine Musik beschreiben? Meine Musik ist ein guter Mix aus Soul/Pop und vielleicht ein paar Rock- und Jazz-Elementen.



Ann Sophie gibt auch gern den Reiseführer



Du bist in London geboren, lebst jetzt in Hamburg. Als Zugezogene, was wäre Dein Tipp, was man sich in Deutschland unbedingt anschauen sollte, wenn man her kommt? Wenn man die Zeit hat, solle man versuchen, ein paar Städte zu bereisen, da die meisten relativ nah beieinander liegen. Bei einem Spaziergang kann man sich von jeder einzelnen Stadt, deren Kultur und Architektur berieseln lassen. Ich finde es immer unglaublich spannend, wie anders und individuell sich Städte anfühlen können – ich würde natürlich Hamburg empfehlen, es ist einfach eine traumhaft schöne Stadt. Berlin, Köln, Leipzig, München sind natürlich auch toll. Lübeck und Lüneburg sind auch zuckersüß und eignen sich besonders gut zur Weihnachtszeit. Und wie es jedem eben gefällt, hat jede Stadt eine Vielfalt an Museen und Ausstellungen, Kirchen, die zu besuchen sind, wie zum Beispiel der Dom in Köln. Haha, jetzt habe ich fast einen Reiseführer geschrieben.



Und, Ann Sophie, was sollte man über Dein neues Album wissen? Jawohl, die wichtigste Frage zum Schluß! Das Album ist seit dem 24. April raus und heißt "Silver Into Gold". Das hat so viel Spaß gemacht, vor allem die Zusammenarbeit mit meinen Produzenten. Es sind auch vier von meinen eigenen Stücken auf dem Album.



Dein ESC 2015 Song "Black Smoke" verkauft sich gerade in Deutschland nach wie vor hervorragend. Worum geht es in "Black Smoke" genau? Es geht um eine verbrannte Liebe. Zwei Menschen, die sich einst sehr geliebt haben, jedoch merken, dass sie nicht mehr zusammen passen. Persönlich finde ich das Lied toll. Viele können Bezug zu diesem Song finden. Bei Musik finde ich es immer klasse, dass es nicht nur um den Textinhalt gehen muss. Manchmal reicht auch eine Akkordfolge, die aus deiner Seele spricht. Töne, die dich sehr berühren, aber auch mir spricht er aus der Seele. Einfach ein toller Song.



Fotorechte: Brainpool, ARD, MTV UK, MTV; Interview mit freundlicher Unterstützung durch das Management und Brainpool Pressestelle