Nachdem wir nun lange auf die Folter gespannt wurden, ist es endlich entschieden: Vanessa hat die aktuellen Staffel von GNTM- Staffel gewonnen. Doch auch die zweitplatzierte Anuthida wird sicher weiter modeln.

Seltsam steril wirkte die Aufzeichnung des zweiten Finales von GNTM in New York. Und man fragt sich wirklich, warum die ganze Truppe nach New York fliegen musste, denn eine solch langweilige und sterile Halle hätte man in Deutschland in jeder Kleinstadt finden können.

GNTM: Gefrierschrankatmosphäre in einer langatmigen Sendung

Die ganze Sendung schläferte ein und versprühte nichts von einer Finalstimmung, wie sie immer wieder angekündigt worden war.

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Sie war gespickt mit Wiederholungen aus vergangenen Shootings, Szenen der Generalprobe vor leeren Rängen und immer gleichen Sätzen der Jurymitglieder.

Man hatte den Eindruck, dass nur eine Prämisse verfolgt wurde: Die Sendung künstlich in die Länge zu ziehen. All das wirkte so gekünstelt, dass man kaum noch gespannt war, als die Siegerin endlich verkündet wurde. Auch das geschah nach einem ermüdend langatmigen Walk der beiden Konkurrentinnen Vanessa und Anuthida, die sich jedoch nicht als solche bezeichneten, und sich alle Mühe gaben, die fürchterlich langen Pausen irgendwie zu überbrücken. So hat sich also eine Vermutung nicht bewahrheitet: Dass das Modell, das den Sponsor Opel am meisten begeisterte, am Schluss auch das Rennen macht.

Vanessa und Anuthida: mehr Freundinnen als Konkurrentinnen

Als Vanessa und Anuthida schließlich mit Heidi in der Mitte vor der Leinwand standen, auf der beide Titelbilder der Cosmopolitan eingeblendet waren und eines erlosch, sodass sich nun das Cover der Siegerin zeigte, hätte man am liebsten nachgeholfen, damit die ganze Angelegenheit mit mehr Tempo über die Bühne geht.

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Wirkliche Spannung sieht anders aus. Dass das Ganze langweilig und fad wirkte, lag sicher nicht an den Mädchen. Das Konzept der Sendung scheint mittlerweile kräftig am eigenen Untergang mitzuarbeiten. Zäh wie Kaugummi war auch die Erklärung der Jury, warum die eine besser sei als die andere, und für uns Zuschauer war sie auch nicht wirklich nachvollziehbar. Man habe sich eigentlich nur auf sein Bauchgefühl verlassen. Klare, fachlich begründete Argumente gab es also nicht.

Was unterscheidet Vanessa von Anuthida?

Beide sind extrem hübsch und haben sehr viel Ausstrahlung. Im Vorfeld behauptete Heidi manchmal, Vanessa wirke braver und konventioneller. Anuthida bekam hauptsächlich aufgrund ihrer Jugend nicht den Vorzug. Für meinen Geschmack sind beide gleich hübsch, haben die gleichen langen Beine, jede sehr viel Ausstrahlung und das Zeug zum Model. Leichter nachzuvollziehen war allerdings, dass das ungewöhnliche Gesicht von Ajsa der Jury nicht so recht passte und sie, weil sie eben anders als der Mainstream ist, als erste ausschied.

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Aber das will überhaupt nichts heißen. Denn die steilsten Karrieren im Business machten genau die Mädchen, die bei Heidis Jury gnadenlos durchfielen. Soviel zur Urteilsfähigkeit der drei.

Die Drittplatzierte Ajsa war auch nicht richtig unglücklich, schließlich hätte sie Joops Telefonnummer in Ihrer Tasche. Will sagen, die nächsten Modelauftritte sind schon klar. Also Friede, Freude, Eierkuchen. Ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen, wie es immer wieder angekündigt worden war, hat nicht stattgefunden. Das lag sicher auch an der fehlenden Live-Atmosphäre. Wie soll in einem Saal mit einer Turnhalle richtige Stimmung aufkommen, wenn höchstens 150 Verwandte und Freunde darin sitzen, die sich auch noch in zwei Fanblocks aufteilen. In jedem Zweitliga-Basketballspiel ist mehr Stimmung in der Halle als bei dieser Veranstaltung. Schade.

Foto: ©ProSieben/ Micah Smith #Mode #Fernsehen #Heidi Klum