Wir wissen es doch längst, die ganz große Karriere ist im Show-Biz nur wenigen vergönnt. Von Siegern einer Casting-Show wird sie meistens nicht erreicht.

Gut, von den „No Angels“ einmal abgesehen, gerade in Deutschland vergeht der Hype um einen inszenierten „Star“ fast noch schneller als das Rauchen einer Zigarette dauert. Doch egal welche Altersgruppe, wir alle möchten so gerne am Traum von der Karriere über Nacht festhalten. Ruhm, Reichtum und ein sorgenfreies Leben, das suggerieren uns Casting-Shows wie DSDS oder GNTM immer wieder aufs Neue. Man mag von Bohlen und Klum halten, was man will, einen gewissen Reiz haben die Casting-Shows alle. Sie spielen mit unseren geheimsten Wünschen nach Anerkennung und Macht, die mit Geld verbunden ist.

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Man könnte meinen, wir hätten uns an den Glitter, die immer gleichen Feuerwerke und Catwalks gewöhnt, doch die Faszination ist beinahe ungebrochen. Der Wettkampf ist das entscheidende Moment, der uns vor die Fernsehgeräte bannt. Wird er/sie es, oder nicht?

Talente werden verschleudert um Bohlens Kasse zu füllen

Die jungen Leute in den Finalrunden sind tatsächlich begabt, aber so schnell, wie sie die Leiter erklimmen, so schnell sind sie auch schon Schnee von gestern. Dabei können sie etwas. Es sieht so leicht aus, aber mal ehrlich, auch die High Heels tragenden Mädchen und insbesondere die singenden Youngsters müssen schon etwas leisten, bevor sie in die engere Auswahl kommen. Schon vor der Jury zu stehen, lässt so manchen von uns das Herz in die Hose sacken. Wenn wir es schon nicht selbst erreichen, dann soll es ein anderer hinbekommen, sozusagen an unserer Stelle.

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Für den Traum schinden sie sich, wen auch für eine überschaubare Zeitspanne. 100.000 Euro oder gar 500.000 Euro, da lohnt sich schon der Einsatz. Geld, das für die TV-Sender ein Klacks ist. Quasi nicht der Rede wert. Der langfristige Erfolg bleibt in den meisten Fällen aus. Nach dem Hype kommt die Ernüchterung.

Kariere als Topmodel? Wohl kaum!

Auch die GNTM-Siegerin von 2014, Stefanie Giesinger, hatte nach dem grandiosen Sieg erhebliche Probleme, sich in der realen Modewelt zu etablieren. Charity-Veranstaltungen, ein Empfang bei der Gartenschau in Kaiserslautern und Galopprennen in Iffezheim statt Modenschauen in Paris, das waren ihre ersten Aufgaben. Heute sieht man sie nur noch selten in der Öffentlichkeit.

Jana Beller, Siegerin von 2011, bekam bald nach ihrem Sieg Stress mit der Modelagentur „ONEeins“, der Agentur von Heidi Klums Vater Günther. Die brachte es einfach nicht fertig, ihr einen vernünftigen Modeljob zu verschaffen. Sie sollte lediglich zu Kaufhauseröffnungen posieren. Schicksal, Unfähigkeit oder Kalkül? Lena Gercke, die Siegerin von 2006, war kurzzeitig Jury-Mitglied bei „Das Supertalent“, ist aber bekannter durch ihre Beziehung mit Fußballer Sami Khedira. Immer wieder berichten Zeitungen davon, dass Günther Klum die Mädchen weglaufen und zu anderen Agenturen wechseln.

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Es scheint etwas faul zu sein im Medienreich Klum.

Bild: ©RTL / Stefan Gregorowius #Fernsehserien #Mode #Dieter Bohlen