Mit Mr. White alias Bryan Cranston aus "Breaking Bad" ist bekanntlich nicht gut Kirschen essen und da kann es schon sein, dass er einen im Heroinschlaf "verrecken" lässt, wenn man zu viel über ihn weiß, bekanntlich so geschehen in der Folge "Phoenix", in der er Jesses Freundin einfach über die sprichwörtliche Klinge springen lässt.

Ist ein passiver Mord in "Breaking Bad" akzeptabel und gerechtfertigt?

Sicherlich beschleicht so manchen Zuschauer bei dieser Szene, in der ein Mensch auf passive Weise ermordet wird, ein komisches Gefühl. Dieses Gefühl wird aber Sekunden später mit der Selbstgerechtigkeit eines professionellen Kriminellen abgeschüttelt, denn man hätte in dieser Situation ja gleich gehandelt.

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Übertrieben? Keineswegs, denn wie die "mainpost" online in einem interessanten Artikel berichtet, identifizieren wir uns mit unseren Antihelden. Jesses Freundin ist ja auch wirklich selber schuld, denn warum hat sie Mr. White auch zu erpressen versucht.

Es sind die Ziele von Mr. White alias Bryan Cranston, die uns dazu bringen ihn zu lieben

Den Grund, warum das so ist, liefert die "mainpost" gleicht mit: Mr. White ist nicht durch und durch böse, immerhin macht er das alles nur für seine Familie, die nach seinem "Krebstod" ins finanzielle Chaos stürzen würde und für unsere Familie würde wir alle mit Sicherheit auch alle Hebel in Bewegung setzten um sie zu schützen. Die Medienwissenschaftlerin Kathi Gormàsz erklärt diese "Liebe" zu Mister White mit dem Übereinstimmen mit seinen Zielen.

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Unsere Identifikationsfiguren können in "Breaking Bad" foltern, morden und rauben, egal, wenn wir mit ihren Zielen konform gehen, haben wir nichts dagegen.

Wir identifizieren uns nicht nur mit Figuren wie Mr. White aus "Breaking Bad", sondern auch mit realen Menschen

Interessanterweise ist es bei dem richtigen Mr. White nicht anders, denn bekanntlich hat die US-Erfolgsserie "Breaking Bad" ja eine wirkliche Vorlage gehabt. Wen es interessiert, der kann sich auf der Seite "Vice" eine Dokumentation über den wirklichen Mr. White alias Walter White anschauen. Auf jeden Fall sehenswert, denn die Gemeinsamkeiten zwischen Film und Original sind verblüffend.

Es sind also nicht nur die Antihelden, die über den Fernsehbildschirm flattern, sondern auch reale Menschen, die für, an und für sich unakzeptable Handlungen, akzeptiert und bewundert werden. Vorausgesetzt natürlich, dass wir mit ihren Zielen konform gehen. Ob diese moralische Verdrehtheit nun akzeptiert oder verteufelt wird, ist egal, denn diese Verrücktheit scheint den Menschen schon in die Wiege gelegt worden zu sein. "Breaking Bad" und Mr. White lassen grüßen. Übrigens, allen Fans der US-Erfolgsserie sei das Prequel "Better Call Saul", wärmstens ans Herz gelegt.

Foto: jaroh - CC-BY-SA 2.0 - flickr.com #Fernsehserien