Einer der besten deutschen TV-Thriller der letzten Jahre ist am 15. Juni 2015 um 20:15 Uhr wieder im ZDF zu sehen. Eigentlich ist es ein extrem spannendes Familiendrama, welches versucht, die alte Frage von Eltern zu beantworten, wenn es mit ihrem Nachwuchs nicht gut läuft: Haben wir versagt, sind wir als Eltern schuld? Die Dramaturgie eines Films kann sich da natürlich nicht mit Lappalien abgeben - der Sohn in "Vater, Mutter, Mörder" hat drei Menschen erschossen.

Heino Ferch - vielbeschäftigtes Schauspiel-Allround-Genie

Heino Ferch ist im klassischen Drama und im modernen Thriller gleichermaßen zuhause. Moderne Regisseure deuten allerdings auch klassische Dramen der Weltliteratur gerne als "Thriller".

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Vorwiegend klassisch unterwegs war Heino Ferch 1987 bis 1990 an der Freien Volksbühne Berlin. 1985 bis 1987 war er der "Jedermann" in Salzburg, dann ging es an das Schillertheater Berlin. Aber auch im Film ging es steil bergauf. Volker Schlöndorff gab ihm 1996 eine Rolle als Napola-Kommandant in "Der Unhold". Auch in "Lola rennt" und in "Der Untergang" (2004) war er mit von der Partie. Dazu kamen unzählige Rollen in Fernsehfilmen. 2002 gab es für Heino Ferch die "Goldene Kamera" und 2003 den "Bambi".

Silke Bodenberger - Durchbruch mit "Papa und Mama"

Einen Blitzstart legte Silke Bodenberger als Filmschauspielerin hin. Mit "Folgeschäden" wurde sie bekannt, mit der Hauptrolle in Dieter Wedels "Papa und Mama" gelang ihr der Durchbruch. Die letzten Filme von Silke Bodenberger waren "Seelen im Feuer" und "Die Tote in der Berghütte" (2014).

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Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Heino Ferch stellt in "Vater Mutter, Mörder" den Vater des dreifachen Mörders dar, für den die Tat des Sohnes zunächst absolut unverständlich ist. Emotional entfernt er sich immer mehr vom Sohn, während die Mutter auch in dieser Extremsituation voll zu ihm steht. Im Zuge der Ermittlungen wird aber klar, dass die Hintergründe der Tat das Unfassbare in anderem Licht erscheinen lassen. Heino Ferch und Silke Bodenberger bieten eine schauspielerische Glanzleistung, stark auch Merlin Rose, der den Sohn und dreifachen Mörder spielt. Ohnmacht und Wut des Vaters verwandeln sich nach und nach in Einsicht, der Sohn selbst beantwortet am Ende die Schuldfrage.

Foto: pixabay.com





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