Clarkson weiß genau, wie man am besten Freunde findet oder was man mit den Anzeigetafeln über den Autobahnen so alles machen könnte und deshalb sind auch seine Kolumnen so beliebt. Eher unfreiwillig als freiwillig kommt Jeremy Clarkson in seiner Kolumne "Junge Männer fahren langsam", mit der Musikindustrie in Kontakt. Da sich seine Tochter den ganzen Tag Musikvideos anschaut, gibt es für Clarkson davon auch kein Entrinnen. An und für sich kein Problem, denn in den Musikvideos gibt es jede Menge Autos, dass verstörende daran ist für Clarkson aber, dass die zornigen jungen Männer in den Schlapperhosen so langsam fahren.

Der Kolumnist Jeremy Clarkson geht dem Fahrverhalten der Jugendlichen auf den Grund

In einem Vergleich mit den Idolen seiner Jugend, inklusive deren Fahrstil, kommt Jeremy Clarkson zu dem Schluss, dass hier eine ungesunde Entwicklung stattgefunden haben muss.

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Während er vor seinem geistigen Auge James Dean mit 20 km/h mit Mr. Turnupseed zusammenstoßen und Steve McQueen mit Tempo 20 km/h durch San Francisco fahren sieht, beschließt Clarkson der Sache auf den Grund zu gehen. Nicht die Aufforderung schneller zu fahren, sondern das Erkennen des tieferen Grundes, liegt für Clarkson dabei im Vordergrund.

Clarkson ist überzeugt, dass der Benzinpreis für Jugendliche zu hoch ist

Nachdem er bei den Jugendlichen die Sorgen um die eigene Gesundheit, den Kampf der Regierung gegen die Raser und das Schmelzen der Polkappen ausgeschlossen hat, erkennt Clarkson, dass die Jugendlichen im wirklichen Leben und in den Musikvideos deshalb nicht schneller fahren, weil der Benzinpreis zu hoch ist. Mit Schrecken erkennt Clarkson weiters, dass sich die Problematik auch bis in den Formel 1 Zirkus hin ausdehnt und die Aussage, wir müssen in der Formel 1 langsamer fahren, um die Reifen zu schonen, in Wirklichkeit eine "Benzinpreislüge" ist.

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Früher kostete ein voller Tank Jeremy Clarkson 3 Pfund, heute über 100 Pfund

Während Clarkson, wie er in seiner Kolumne schreibt, früher für einen vollen Tank 3 Pfund ausgegeben hat, sind es heute bereits über 100 Pfund. In einem plötzlichen Anflug von Verständnis erkennt Clarkson plötzlich, dass sich Jugendliche ihre Musik zwar kostenlos downloaden können, Pickelcreme und Wodka aber etwas kosten. Fazit: Benzin ist Luxus und aus diesem Grund verbrennt auch kein Jugendlicher zu viel Benzin durch schnelles Fahren.

Fazit: Ex-"Top Gear"-Moderator Clarkson sieht im hohen Benzinpreis einen klaren Auftrag an die Autoindustrie

Dieses Fazit ist ein klarer Auftrag an die Autoindustrie, endlich andere Autos zu bauen, denn, wie Clarkson meint, haben Autokäufer die Wahl zwischen großen Autos, die viel Benzin brauchen, aber innen bequem und top ausgestattet sind, oder kleinen Autos, die zwar wenig Benzin brauchen, aber bei der Innenausstattung zu wünschen übrig lassen. Die Autoindustrie muss endlich beginnen, kleine Autos mit der Innenausstattung der Großen zu bauen und dann wäre für Jeremy Clarkson das Problem gelöst.

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Foto: Tony Harrison - CC-BY-SA 2.0 - flickr.com #Fernsehserien