War "Top Gear USA" ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie das englische "Top Gear"- Original ohne Clarkson & Co sein wird? Zeitungsberichten zufolge, sind die drei neuen Moderatoren schon fix. Wenn ja, dann wird der neuen Generation der Autoshow wahrscheinlich kein Erfolg beschieden sein, so meinen es jedenfalls etliche Fans der englischen Erfolgsserie in den sozialen Netzwerken.

Ist gleichbleibendes "Top Gear"-Konzept mit anderen Moderatoren überhaupt möglich?

Wenn "Top Gear USA" eines zeigt, dann ist es, dass nur ein Moderatorenwechsel, bei gleichbleibendem Konzept, eher die Wehmut nach den 3 gewohnten Moderatoren Clarkson, Hammond und May weckt, als dass Lust nach etwas Neuem erzeugt wird.

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Alleine die Titelmusik zu hören und zu wissen, dass nicht plötzlich das Gesicht von Jeremy Clarkson, Richard Hammond oder James May erscheint, erstickt jede Begeisterung schon von Beginn an im Keim. Das war beim amerikanischen Spin-Off so und wird ziemlich sicher auch bei der Neuauflage von "Top Gear", mit neuen Moderatoren, so sein.

Alles wird nach den Maßstäben des Originals von Clarkson & Co gemessen

Die Reaktionen der Netzgemeinde auf das kürzlich ausgestrahlte Spin-Off der englischen Erfolgsserie waren deshalb auch nicht durchweg positiv. Sicherlich braucht es seine Zeit, bis sich etwas Neues in den Köpfen der Zuseher etabliert, aber trotzdem bleibt die Frage offen, ob "Top Gear" ohne Clarkson & Co überhaupt möglich ist. Es wird kein Spin-Off und keine Neuauflage geben, die von den Zuschauern nicht nach den Maßstäben des Originals mit Clarkson & Co gemessen werden wird.

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Jeremy Clarkson bezeichnet "Top Gear" als sein Baby

Sicherlich muss man Fairness walten lassen und den jeweiligen Moderatoren etwas Zeit geben, sich zu etablieren. Auch muss gesagt werden, dass die Moderatoren von "Top Gear USA" ihre Sache wirklich gut gemacht haben, aber trotzdem darf man nicht vor der Realität die Augen verschließen und die wird mit großer Wahrscheinlichkeit zeigen, dass "Top Gear" von den Persönlichkeiten der drei Moderatoren Clarkson, Hammond und May getragen wurde.

Fraglich ist auch, ob die BBC nicht besser beraten wäre, eine neue Show, ohne "Top Gear"-Anleihen zu produzieren, denn es ist in diesem Fall wahrscheinlich leichter, eine neue Show zu etablieren, als zu versuchen Clarkson & Co zu ersetzen. Wenn Jeremy Clarkson in einem Interview "Top Gear" als sein Baby bezeichnet, dann ist das eine Tatsache, an der sich auch die BBC in der nächsten Zeit wahrscheinlich die Zähne ausbeißen wird.

Foto: Tony Harrison - CC-BY-SA 2.0 - flickr.com #Fernsehserien