Es ist die Dreierbeziehung zwischen Jamie, Claire und Jack, die der ersten Staffel der US-Serie "Outlander" ihren Stempel aufgedrückt hat. Die Stimmung der vielen Zuschauer lässt sich am besten mit dem Wort "Angstlust" umschreiben. Die Neugier, was die jeweils neue Folge bringen wird, war auch durchwegs von der Angst und dem Wissen durchdrungen, dass jede Folge ihre eigene Katastrophe bezüglich des Dreiergespanns für sich beanspruchen konnte. Also Psychokrieg vom Feinsten, der seine Schatten bis in die zweite Staffel hinein wirft.

Was ist es, das Black Jack Randall in der ersten Staffel von "Outlander" so grausam gegenüber Heughan alias Jamie sein lässt?

Sam Heughan alias Jamie nutzte dieser Tage ein Videointerview mit "GoldDerby", um ausführlicher auf die Motive von Black Jack Randall einzugehen.

Werbung
Werbung

Wie Heughan im Interview herausstreicht, ist es nicht der Hass, der Black Jack Randall antreibt, Jamie zu brechen, sondern reine Besessenheit. Diese Aussage Heughans im Interview streicht auch die Gefährlichkeit von Black Jack Randall heraus, denn wenn Jack Jamie hassen würde, dann würde er auch unweigerlich Fehler machen. Emotionen versperren bekanntlich oft den Blick fürs Wesentliche. Nur Besessenheit als Antriebskraft, wird der schon fast genialen Bösartigkeit von Black Jack Randall gerecht, was Jamie am eigenen Leib bitter erfahren muss.

Ist keiner davon gefeit, unter bestimmten Voraussetzungen wie "Outlander"-Bösewicht Black Jack Randall zu werden?

Bleibt die Frage, ob nicht jeder so wie Black Jack Randall werden könnte, wenn er alles verlieren würde. Auch in der Figur des Frank gibt es Anzeichen für ein solches Abgleiten, dass zeigt seine Überreaktion, bei der er einen wehrlosen Schurken, der am Hinterhalt beteiligt war, fast erschlägt.

Werbung

Nur das Einschreiten des Lockvogels verhinderte den Mord. Wie Heughan im Interview mit "GoldDerby" betont, hat auch Black Jack Randall sich selbst und alles andere durch den Krieg verloren. Diese Erlebnisse haben jeden Funken Menschlichkeit in Black Jack Randall zerstört.

Jamies große Liebe Clair hat die Qualen von Sam Heughan alias Jamie enorm gesteigert

Aber auch in der Figur der Clair sieht Heughan einen Faktor, der die Schmerzen und das Leid von Jamie verstärkt haben. Als Jamie Claire noch nicht kannte, dürfte ihm sein Körper ziemlich egal gewesen sein und deshalb hat er auch diverse Misshandlungen viel besser weggesteckt. Die Liebe zu Claire hat Jamie von Grund auf verändert und damit auch das Verhältnis zu sich selbst. Ein Prozess, der ihn viel schmerzhafter am Leben hängen lässt, als vorher.

In vielerlei Hinsicht gleicht Black Jack Randall einer Katze, die aus Neugier mit ihrem Opfer spielt. Die Neugier Randalls bezieht sich, laut Heughan, auf den Grund, warum sich Jamie nicht brechen lässt.

Werbung

Diese Stärke übt eine unwiderstehliche Faszination auf den "Outlander"-Bösewicht aus und erklärt auch die regelrechte Besessenheit Black Jack Randalls, Jamie bis über die Grenzen des Erträglichen hinaus zu quälen.

Foto: Jac Mac - CC-BY 2.0 - flickr.com #Fernsehserien