Dieter-Thomas Heck, Show-Urgestein des deutschen Fernsehens, prägte bereits ab 1969 die deutsche Fernsehschlagerlandschaft. Mit der „ZDF Hitparade“ hatte er von 1969 bis 1984 kaum Konkurrenz. Von 1985 bis 2007 lief „Melodien für Millionen“ und zwischen 1991 bis 1998 #Musik liegt in der Luft“. Die Ausgabe vom 5. Oktober 1991 ist am 8.6.2015 ab 20:15 Uhr und 23:20 Uhr auf ZDF Kultur noch einmal zu sehen. Eine sehr bunte Gästeliste bringt Schlagerhighlights, aber auch, zumindest für 1991, neue Töne zu Gehör.

Keine gute Zeit für den deutschen Schlager

Die deutsche Schlagerlegende Udo Jürgens war regelmäßig in deutschen Samstagabend Sendungen zu Gast.

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1991 lief es für Udo Jürgens nicht sonderlich nach Wunsch. 1990 kam „Sempre Roma“ heraus – ein Album mit der deutschen Fußballnationalmannschaft zur WM in Italien. Die Nationalmannschaft holte sich durch ein Elfertor von Andreas Brehme den Titel, das Album von Udo Jürgens konnte in keiner Weise an den Megaerfolg von „Buenos dias, Argentina“ anschließen. 1991 erschien „Geradeaus“ und auch von diesem Album konnte sich kein Titel ganz oben in den Charts platzieren. Mary Roos brachte nur sporadisch neue Produktionen heraus. 1987 „Leben spür'n“, 1992 folgte „Alles was ich will“. In Summe war es aber keine gute Zeit für den deutschen Schlager.

Michael Holm und Karel Gott

Michael Holm legte am Plattenmarkt zwischen 1982 und 2004 eine sehr lange Pause ein. Der Spezialist für Cover-Versionen hatte in den 70er Jahren seine große Zeit.

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„Tränen lügen nicht“, „Wart auf mich“ oder „Lucille“ waren äußerst gelungene deutsche Versionen von Welthits, die ihn ganz an die Spitze der deutschen Schlagerszene brachte. Dieter-Thomas Heck war sozusagen der Weggefährte aller deutschen Schlagerstars der 70er und 80er und er holte sie auch regelmäßig auf den Bildschirm zurück. So auch Karel Gott, der erste Sänger aus dem ehemaligen Ostblock, der im Westen große Erfolge feiern konnte. Auch er ist in dieser Sendung zu Gast und gehört zu jenen Sängern, die auf eine sehr treue Fangemeinde über Jahrzehnte zählen können.

Erste Allgemeine Verunsicherung

Anfang der 80er Jahre hat die Erste Allgemeine Verunsicherung von Österreich aus eine neue Form der Popmusik geschaffen – das Rock-Kabarett. Zunächst sehr politisch und überspitzt, eroberte die EAV im Sturm auch breitere Schichten von Musikfans. Mit dem „Alpenrap“, „Banküberfall“ oder „Küss die Hand, schöne Frau“ schafften sie Megahits, eine perfekte Liveband waren sie ja schon von ihrer Gründung an.

Foto: Blaues Sofa, flickr.com





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