In den 70er Jahren gab es im deutschen Sprachraum im TV noch keine Spartenmusiksender – lediglich die öffentlich-rechtlichen brachten vereinzelt spezielle Musikprogramme. Der Beatclub, die ZDF Hitparade oder die „Disco“ dominierten das TV-Popmusik-Jahrzehnt. Es gab aber durchaus Versuche andere Musikbereiche auf den Bildschirm zu bringen. Das ZDF startete mit dem „Liedercircus“ eine Serie, die sich etwa sechsmal im Jahr den Liedermachern, Songwritern und Chansonniers widmete. Meist ein ein sehr buntes Programm. Die Folge vom 7. Juli 1978 gibt es am 15. Juni um 22 Uhr auf ZDF Kultur nochmals zu sehen – Wiederholung in der Nacht auf Dienstag um 1:25 Uhr.

Der Präsentator Michael Heltau

Michael Heltau war stets dem musikalischen Fach verbunden, obwohl er eigentlich als Schauspieler die ersten Erfolge feierte.

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Sein musikalischer Durchbruch mit eigenen Programmen brachten dem breiten deutschen Publikum eine Legende des französischen Chansons – Jacques Brel – näher. Werner Schneider übersetzte die Titel höchst wirkungsvoll in den Wiener Dialekt. Dazu sang Heltau in seinen Programme Wienerlieder und Standards aus den 20er bis 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er war natürlich die beste Besetzung, die man sich für den Liedercircus vorstellen konnte und steuerte auch eigene Titel in fast jeder Sendung bei.

Udo Lindenberg

Die Karriere von Udo Lindenberg begann Anfang der 70er Jahre. „Alles klar auf der Andrea Doria“ (1973) war der große Durchbruch. In den folgenden Jahren war Udo sehr aktiv, 1978 sind zwei Produktionen erschienen. Die „Dröhnland Symphonie“ und „Lindenbergs Rock Revue“, in der er alte Klassiker neu aufnahm. „Ich sitz den ganzen Tag bei den Docks“ und „Sympathie für den Teufel“ wurden sehr populär.

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1979 folgte „Rock Revue 2“ mit Klassikern wie „As time goes by“ oder „Desperado“

Frankreich und Italien

Alan Stivell versuchte in Frankreich Folk und Rockmusik zu verbinden. Sein Instrument war die Harfe, er machte die bretonische #Musik international bekannt. Man kann diese Zeit auch als Geburtsstunde der „World Music“ bezeichnen, in der sich die Popmusik immer mehr Anleihen an der Volksmusik nahm. Alan Stivell feierte 2012 sein 40. Bühnenjubiläum mit einem Konzert im Pariser Olympia – auf CD und DVD erschienen. Lucio Battisti ist einer der wichtigsten Vertreter der italienischen Barden. Er brachte 1969 seine erste Produktion heraus. 1978 erschien eine seiner erfolgreichsten Produktionen „Una donna per amico“. Lucio Battisti ist im Alter von nur 55 Jahren am 9. September 1998 in Mailand verstorben.

Foto: Jorbasa Fotografie, flickr.com





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