Wer hätte gedacht, dass Business mal so spannend werden kann! Eine Jury von erfolgreichen Unternehmern hört sich die Ideen von Erfindern und kleinen Geschäftsleuten an. Wer sie überzeugt, bekommt tatkräftige Unterstützung, natürlich jede Menge Geld und wer den Rat der „Löwen“ befolgt, kann mit seiner Erfindung so richtig durchstarten. Die Sendung „Die Höhle der Löwen“ feierte einen unglaublichen Erfolg auf Vox.

Blasting News prüfte den Erfolg nach

Klingt aber auch alles schön. Zu schön um wahr zu sein. Stimmt es wirklich, dass man mit Schnapsideen eine langersehnte Marktlücke füllen kann? Blasting News prüfte den Erfolg bei einem Unternehmen nach, welches in der ersten Staffel vertreten war.

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Es geht um „Meine Spielzeugkiste“, einem ursprünglich kleinen Unternehmen im Berliner Bezirk Weißensee. Die Erfindung der Macher war ein Verleih für Spielzeug. Viele Eltern kennen das: Das gute Kind will eine Autorennbahn, eine Brio-Eisenbahn oder ein großes Schiff von Jack Nimmerland haben. Das geht ins Geld. Eisenbahnen kosten schnell mal 70 Euro und mehr. Das besagte Schiff allein schon 49 Euro. Autorennbahnen gehen in die hunderte Euro. Dann spielt man damit und bald liegt es in der Ecke. Was neues zum Spielen muss her.

Warum nicht für einen kleinen Monatsbeitrag (in unserem Fall 19,99 Euro mit drei Spielzeugen gleichzeitig) Spielzeug so lange mieten wie man will. Wenn’s keinen Spaß mehr macht, einfach retournieren und neues Spielzeug aussuchen – ohne weitere Kosten. Geniale Idee! Blasting News checkte das über viele Wochen, da unser Autor selbst Papa ist und tatsächlich über die Vox-Sendung darauf aufmerksam wurde.

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Inzwischen ist der Autor seit 8 Monaten Kunde. Es funktioniert immer noch toll und seine Kinder sagen schon immer: „Papa kannst wieder zurück schicken, will jetzt den Holz-Mixer und das Eisenbahn-Buch haben.“ Das Unternehmen ist also hoch im Kurs bei Eltern und ihren Kindern.

Sopranistin mit Millionenumsätzen

Ob Jury-Mitglied Judith Williams damit gerechnet hätte? „Nach der großen Resonanz im Familien- und Bekanntenkreis war mir bald klar, dass wir hier etwas Besonderes mit diesem Format in der deutschen TV-Landschaft geschafft haben“, so Williams. Die 42-Jährige hat ihre eigene Luxus-Kosmetik-Linie und ist auf dem Shoppingsender HSE24 sehr erfolgreich. Keine Teleshopping-Tante, sondern ein Vollprofi. Judiths Firma macht einen jährlichen Gesamtumsatz von rund 100 Millionen Euro. Die deutsch-amerikanische Sopranistin macht bis heute alles richtig. Was muss ein Gründer mitbringen, damit die Moderatorin Williams mit ihm einen Deal macht? „Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gutes Benehmen und einen tollen Business-Plan." Judith unterstützt die Vox-Sendung gern, macht sich in ihr aber auch auf die Suche nach neuen Investitionsmöglichkeiten.

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Da macht sie kein Geheimnis draus.

Kritischer Blick muss in Staffel 2 sein

Aber nicht alles lief in der ersten Staffel reibungslos. Es gab auch Rückschläge in der Show. „Wir Löwen sehen nach den Erfahrungen in der ersten Staffel jetzt ein wenig genauer hin“, sagt Judith über die zweite Staffel. „Wir sind geübter im Blick auf die Gründer und ihre Beweggründe in die Show zu kommen." Williams wisse nach dem Abarbeiten der Deals in der letzten Staffel, was die „Löwen“ wirklich voranbringen können und wovon sie lieber die Finger lassen sollten. Auch Judith Williams erfindet sich immer wieder neu. Inzwischen verkauft sie nicht nur Cremetuben. Die Unternehmerin ist ein Imperium. Mode, Schmuck, Parfum und mehr als 800 Produkte tragen ihre Handschrift. Sie hat 70 Mitarbeiter und expandierte nach Russland, Italien und Großbritannien mit großem Erfolg. Aber sie bleibt bodenständig und die Förderung von Nachwuchs ist ihr sehr wichtig. Umso gespannter ist sie auf die neuen Erfinder.

„Die Höhle der Löwen“ startet mit der 2. Staffel, ab 18. August, immer dienstags um 20:15 Uhr auf Vox.

Fotos: Vox / Stefan Gregorowius, Frank Hempel #Finanzen #Fernsehen