Frauen sind bei #Newtopia Mangelware, deshalb sucht die Produktionsfirma verzweifelt neue Kandidatinnen. Die sollen bitteschön Sexappeal haben. So hofft man, den dramatischen Sinkflug der Zuschauerzahlen aufhalten zu können.

Dynamik entsteht allein durch den Kandidaten-Mix

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Jobs in Berlin schrieb Jasmin W.: „Wir suchen für Newtopia noch attraktive Frauen zwischen 23-35 Jahren, die gebildet und im besten Fall auch noch handwerklich begabt sind.“ Oh ha, ist das nicht ein bisschen viel verlangt? Jasmin selbst ist auch nicht bei Talpa angestellt, sondern bei einer Casting-Agentur. Das sorgte für Empörung, war aber eigentlich in Ordnung. Die Community des Portals war sauer, denn die Suchanfrage habe gegen das Gleichstellungsprinzip verstoßen. Außerdem wäre das Format nicht wirklich ernstzunehmen und die Angestellte der Agentur offensichtlich in der falschen Gruppe gelandet. Denn bei Newtopia bekäme man ja offiziell kein Geld, also sei das ganze Projekt recht unseriös. Ob es für die Kandidaten eine Entlohnung gibt, darüber hüllt man sich in Schweigen. Auch sind die Kriterien für deren Auswahl nirgendwo ersichtlich. Es kommt wohl stark darauf an, dass die Teilnehmer der scripted Reality-Show polarisieren. Das soll darüber hinwegtäuschen, dass das Konzept selbst ziemlich mau ist.

Können Vika und Pia das sinkende Schiff retten?

Mittlerweile gibt es den Beitrag nicht mehr seit dieser Woche kann man bei Newtopia zwei neue, weibliche Gesichter sehen: Vika und Pia. Die beiden Damen haben bis Februar 2016 Zeit, was allerdings nicht viel heißt, denn die durchschnittliche Verweildauer von Pionieren war bisher deutlich kürzer.

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Es steht in den Sternen, ob die Sendung dann noch ausgestrahlt wird. Es sieht nicht wirklich danach aus. Enrico hatte sich verplappert und verlauten lassen, dass ein Großteil der Mitarbeiter hinter den Kulissen gar nicht mehr dabei sei. Auch ihm trauern die Zuschauer nach.

 Keine gekauften Kandidaten - jeder darf mitmachen

Jeder könne mitmachen, es gäbe keine gekauften Kandidaten, wies Talpa jüngst einen der massivsten Vorwürfe zurück. Es gäbe stattdessen ein aufwändiges Auswahlverfahren. Darum kann es vorkommen, dass ein Bewerber den Kriterien nicht standhält, erklärte eine Sprecherin des Senders Sat.1 gegenüber MAZonline. So versucht man sich die ganze Misere also noch schönzureden.

Quelle: Märkische Allgemeine online

Bild: Aussteiger Wagners „Villa Hühnerglück - in Löbau - Georgewitzer Skala" - von Frank Vincentz - Eigenes Werk.

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