Eigentlich ist es doch ganz putzig. Sophia Grace Brownlee - so der vollständige Name - ist der Kinderstar in Großbritannien. Da singt sie im pinken Kleidchen "He cold, he dope, he might sell coke" und wackelt witzig mit ihrem Po. Es sind Szenen aus dem Video "Best Friends", welches schon über 25 Millionen Klicks hat. Dort gibt sie eine verwöhnte Göre, die mit ihren Freundinnen erstmal shoppen geht und danach in der Villa so richtig Party feiern darf. Ach wie schön ist das Leben als Preteen. Sophia Grace Brownlee verkörpert das glückliche Leben, kann sich alles leisten und ist immer gut drauf. Dazu rappt sie wie Fergie in "Glamoures" und verkörpert Sexappeal.

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Mit blutjungen 12 Jahren.

Eltern vermarkten Sophia auf Teufel komm raus

Jetzt könnte man das auch ganz witzig sehen. Da hat einfach ein junges Mädchen viel Fun, regt euch nicht so auf. Könnte man sagen. Aber so ist es leider nicht. Seit vier Jahren pressen die Eltern aus dem Kind so ziemlich jede verwertbare Pose für irgendwelche Shootings heraus, jagen sie als die selbstbewusste Sophia durch sämtliche Talkshows. Bei Ellen DeGeneres - einer US-Talkmasterin - träumt Sophia Grace Brownlee davon in den Pop Olymp aufzusteigen. Die Amerikaner lieben das aufgedonnerte Kind. Wie süß sie doch ist. Sophia Grace Brownlee geht früh morgens nicht regelmäßig in die Schule, sondern tingelt durch Guten Morgen Shows in den USA und England. Dort singt sie ihren neuen Song und alle finden es lustig.

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Werbefigur für Bekleidungskette und Lautsprecher

Aber das allein füllt noch nicht die Kasse. Die Eltern haben lukrative Sponsoren an Land gezogen. Unter anderem die Kultmarke "Beats by Dr. Dre", ein angesagter Elektrokonzern, der seit 2008 hochpreisige Kopfhörer und Audiogeräte vermarktet. Auch K-Mart, eine große US-Ladenkette ist mit an Bord. Und die kommen nur, wenn es auch was zu verdienen gibt. Das gibt es. Sophia Grace Brownlee, die schon professionell konsumieren kann, Produkte präsentierte und sich als Werbeikone stets an die Anweisungen der Eltern hält, ist ein Geldsegen. Wenn die Sponsoren die durchaus teuren Videoclips finanzieren und ein üppiges Taschengeld rauflegen, gibt es Produktplacement vom Feinsten. Und so werden die Produkte in ihren Clips mehrfach gezeigt, ihre Fans kommen in Scharen zu K-Mart, weil es dort Sophia-Wochen gibt und alle wollen pinke Beats by Dr. Dre Lautsprecher.

Auch Sophias kleine Schwester muss dran glauben

Sophias Eltern posten seit drei Monaten fleißig Bilder für die Fans. Dabei stellten sie vermehrt Fotos der einjährigen Belle vor - die Schwester. Lieber schon gleich früh genug vermarkten, wer weiß wie lange die große Tochter das Geld noch nach Hause bringen kann. Da kann man nur noch sagen: Arme Sophia Grace, arme Belle!

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