Es sind nicht nur die rechtlichen Probleme, die Clarkson & Co zu schaffen machen. Wie es scheint, wurde Jeremy Clarkson dieser Tage wieder von seiner "Top Gear"-Vergangenheit eingeholt. Der Grund dafür, wie könnte es auch anders sein, war die Verwendung eines Wortes mit Doppelbedeutung. Diesmal handelte es sich um das Wort "pikey", welches im Englischen in Zusammenhang mit dem Wort "billig", aber auch als abwertende Bezeichnung für Roma oder Zigeuner verwendet werden kann.

Der Ex-"Top Gear"-Moderator Jeremy Clarkson wird beschuldigt, ethnische Minderheiten beleidigt zu haben

Der Vorfall ist zwar schon einige Zeit her, aber der Streit um die Verwendung dieses Wortes wurde erst dieser Tage von der britischen Medienaufsichtsbehörde beigelegt.

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Wie die britische Zeitung "Daily Mail" aktuell berichtet, geschah der Vorfall während einer "Top Gear"-Show im Februar letzten Jahres. Im Zuge eines "Running-Gag" fuhr Richard Hammond mit einem Auto auf einen Berg. So schön so gut, wäre da nicht Jeremy Clarkson und ein Schild mit der Aufschrift "Pikey Peak" zu sehen gewesen. Die Entrüstung war dementsprechend groß, denn das Schild wurde als rassistisch motivierter Angriff auf ethnische Minderheiten angesehen.

Auf welche Wortbedeutung hat sich Jeremy Clarkson in der besagten "Top Gear"-Folge bezogen?

Die Anschuldigung schlug solche Wellen, dass die britische Medienaufsichtsbehörde "Ofcom" damit befasst wurde und wie es scheint, ordnet die britische Medienaufsichtsbehörde die Aufschrift auf Clarksons Schild von der Thematik her als, mit "billig" in Zusammenhang stehend, ein.

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'Eine gewollte Beleidung von Minderheiten wurde ausgeschlossen. Auch die BBC war dieser Meinung.

Beschwerdeführer über Entscheidung bezüglich Clarksons - Schild schockiert

Matthew Brindley, der Sprecher der Beschwerdeführer, ist über die Entscheidung der "ofcom" schockiert. Wie in der "Daily Mail" zu lesen, bezeichnet er die Entscheidung als völlige Missachtung der Zigeuner in ganz England. Schockierend findet er es auch, dass dieses Wort von Jeremy Clarkson in einem öffentlich-rechtlichen Sender ungestraft und frei verwendet werden kann.

Ausrutscher Jeremy Clarksons nicht der einzige seiner Art

Wie es scheint, dürfte Jeremy Clarkson wieder einmal mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Dieser Vorfall ist bei weitem nicht der einzige dieser Art, denn zu sehr ist noch der thailändische Brückenbau des ehemaligen "Top Gear"-Trios in Erinnerung. Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May hatten die Aufgabe, eine Brücke über den Fluss zu bauen. Als sie fertig waren, kletterte ein Einheimischer auf die Brücke und Clarkson meinte dazu trocken: "There is a slope on it".

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Die Bedeutung dieses Satzes könnte einerseits dahingehend ausgelegt werden, dass die Brücke schief ist, aber auch als abwertende Bezeichnung für einen Asiaten. In Australien sorgte Clarkson mit einem vermeintlichen "Schwulen-Statement" für Aufregung.

Foto: Tony Harrison - CC-BY-SA 2.0 - flickr.com #Fernsehserien