Seit der Entlassung von Clarkson & Co scheint sich oberflächlich nicht viel getan zu haben. Viel Spekulation, wenig Konkretes und ein gewaltiges Medienecho. Wenn man aber nur ein wenig hinter die Kulissen blickt, erkennt man, dass die Produktion einer Konkurrenzshow zu "Top Gear" durch Clarksons & Co alles andere als einfach ist. Logischerweise wehrt sich die BBC mit Händen und Füßen. Als Mutter aller Schlachten, geht es für die BBC um nichts Geringeres, als um die Zukunft einer ihrer weltweit erfolgreichsten Shows.

Können Jeremy Clarkson und seine Co-Moderatoren die Wettbewerbsklausel wirklich umgehen?

Längst wird die Diskussion nicht mehr nur von den Fans des Moderatorentrios Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond geführt, sondern auch von juristisch interessierten Personen, die sich die Frage stellen, was passiert, wenn es tatsächlich zu einer Gerichtsverhandlung mit der BBC kommen würde. Im Mittelpunkt dieser Überlegungen steht natürlich die, in vielen Zeitungen beschriebene Umgehung der Wettbewerbsklausel, die Clarkson & Co bis 2017 die Produktion einer konkurrierenden Autoshow unmöglich machen soll.

Das Verbot eines "Top Gear"-Rivalen wird von der BBC nicht so leicht durchzusetzen sein

Hammond und Clarkson haben in Australien angedeutet, dass sie die Show eventuell in Amerika produzieren wollen. Zeitungsberichten zufolge, wäre es dann auch möglich, die Show an ITV zu verkaufen. Wie "thedrum.com" in einem interessanten Artikel beschreibt, ist die Durchsetzung einer Wettbewerbsklausel vor Gericht gar nicht so einfach, denn sie wird im öffentlichen Interesse als Beschränkung des Handels und des freien Wettbewerbes angesehen. Weiteres Augenmerk wird, dem Artikel zufolge, auch auf die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit des Betroffenen gelegt. In diesem Fall May, Clarkson und Hammond.

Müssen Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond einen anderen Beruf erlernen?

Vor allem geht es aber darum, dass dem Moderatorentrio das Arbeiten durch diese Klausel unmöglich gemacht wird, denn es ist schwer vorstellbar, dass sich Clarkson, May und Hammond zur Ausübung eines anderen Jobs umschulen lassen würden. Autojournalist bleibt eben Autojournalist und das ist auch leicht zu beweisen. Schwerer wird sich da schon die BBC tun. Sie müsste wahrscheinlich den Beweis erbringen, dass alle ehemaligen "Top Gear"-Seher auf Chris Evans verzichten und nur mehr noch die Show von Clarkson & Co anschauen werden. Oder wird der Beweis vielleicht gar nicht so schwer zu erbringen sein?

Foto: Phil Guest - CC-BY-SA-2.0 - wikipedia.org #Fernsehserien