„Unser Michael war wirklich tapfer“, sagte Dr. Bob. „Wir freuen uns, dass Du dabei bist“, schwärmte die sonst bissige Moderatorin Sonja Zietlow über den Schlagersänger. „Das ist der wahre Wendler“, bestätigte die Mitstreiterin Melanie Müller. Und Gabby meinte: „Mein Michi, ich habe ihn so lieb.“ Soviel wärmende Worte. Verdammt war das aber auch schlimm mit anzusehen: Michael Wendler stürzte am Bungeeseil runter und kam mit den Händen auf. Dabei erlitt er schwere Verletzungen mit bleibenden Schäden am Handgelenk. Gute Besserung, Michael.

RTL versichert seine Dschungelshows 

Und das wird wohl teuer werden. Denn in solchen Fällen holt sich die Krankenkasse und das Opfer, in diesem Fall der Wendler, das Geld vom Versicherer oder dem Sender wieder.

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RTL versichert solche Sendungen grundsätzlich umfangreich - von der Haftpflicht bis zum Krankenhaustagegeld. Aber auch Versicherer zahlen mal eben nicht ein Leben lang für den Wendler. Da wird natürlich intensiv geschaut und geprüft werden, wer die Verantwortung daran zu tragen haben könnte. So gesehen kann das also noch ein sehr teurer Fall werden, auch für RTL. Entsprechend handzahm verlief die Sendung. Gemeinheiten und ein Dschungelquiz fielen diesmal aus.

Der Held des Abends…

… war zu Recht Michael Wendler. Schadenfreude hat seine Grenzen. Der Sänger hat in den kommenden Wochen noch eine Operation vor sich. Und wenn man sich mal ausmalt, dass er vielleicht nicht mehr leben würde, wäre er nicht mit den Händen aufgekommen, sondern mit seinem gesamten Körper. Nee, darüber machen auch wir keine Witze.

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Solche Unfälle sind Shit.

Die Notdurft des Tages

Apropos Shit: In der Kölner Kanalisation hatten Michael, Melanie und Gabby die Aufgabe, acht Entchen aus einem strömenden Fluss aus Fäkalien zu fischen. Es soll gestunken haben, wie man an Gabby gerochen haben will. Denn die plumpste bis zu den Füßen in die Jauche rein. Und bis die Entchen vorbei schwammen auf der ein oder anderen Ka..wurst, waren jede Menge… ach, lassen wir das.

Die wichtigste Mission am Abend…

… waren die aufbauenden Worte von Dr. Bob. Er war extra nach Dinslaken gefahren, um Michael Wendler bei einem Hausbesuch und der Liveschalte zu betreuen. Das war eine liebe Geste und sicherlich das Mindeste, was der Versicherer von RTL wohl erwartet hätte. Und weil Dr. Bob bisher immer nur sagen durfte, dass alle die Schutzbrillen beim Dschungelquiz tragen sollen, war sein Besuch beim Wendler abwechslungsreich.

Gab es nichts zu lästern?

Leider nicht. Die Sendung bestand vor allem aus dem Unfall von Michael. Melanie sagte noch: „Der romantischste Moment war da unten im Kanal, mit dem Micha in der Scheiße.“ So ein Kompliment konnte man nicht mehr toppen.

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Und spätestens als Moderatorin Sonja ihre selbstgemachte Wendler-Fanbrille aufsetzte war klar, wer am gestrigen Abend ohnehin gewinnen sollte.

The Winner ist…

… auch der Wendler geworden. Wie er denn das Finale meistern will, bleibt abzuwarten. Aber für seine Fans bleibt er ohnehin der Sieger schlechthin.

Die schlechteste Verliererin war...

... Melanie Müller. Sie regte sich anschließend bei der Presse auf, dass die Show nur auf Mitleid für den Wendler ausgelegt war und dieser deshalb nur gewonnen habe. Mag sein, aber das hätte Frau Müller auch direkt in der Sendung sagen können. Da die Show live war, hätte man einen etwaigen Protest von Melanie nicht groß schneiden oder verändern können. Doch Melli gab sich sehr zahm und verständnisvoll für Michael Wendler. Schon komisch.

Fotos: RTL Sendung 07.08.15; RTL, Frank W. Hempel

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