ProSieben hüllt sich noch in Schweigen

Am 19. Dezember ist es soweit: Stefan Raab verläßt den Unterhaltungsdampfer ProSieben und hängt seine Fernsehschuhe an den Nagel. Angeblich möchte sich diese Schuhe aber schon bald ein anderer Nachwuchsentertainer anziehen. Die Rede ist von Jung-Comedian Luke Mockridge, der wie Raab bei Brainpool unter Vertrag ist. ProSieben hält sich noch bedeckt, verweist auf die baldige Bekanntgabe eines Plans für das kommende Jahr. Nach Informationen der "Bild" soll aber bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegen. Dann könnte Luke Mockridge auch Arbeitsplätze bei Brainpool sichern, allerdings nur wenn er sein Standing bei den Zuschauern ausbauen kann.

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Sein Bekanntheitsgrad bei der jungen Zielgruppe soll schon hoch genug sein, um den Wechsel an der Entertainment-Front zu vollziehen? Skepsis ist da wohl nicht unangebracht, denn bisher hatte Mockridge nur Gastauftritte bei "TV Total",  und wer hat schon "Luke, die Woche und ich!" auf Sat.1 gesehen?

Stefan Raab ist sein großes Vorbild

In einem Interview mit dwdl.de sagte der 26-Jährige im März: "Mein Traum ist es, in Zukunft vielleicht mal eine eigene Sendung selbst zu produzieren, so wie das Stefan Raab seit vielen Jahren macht. Ich finde es schon spannend, ein Team zu haben, das jeden Tag zusammenarbeitet, um eine aktuelle Sendung auf die Beine zustellen." Sein Vater Bill Mockridge hat einmal erzählt, wie gern und mit welcher großen Bewunderung für Stefan Raab er in seiner Jugend "TV Total" geschaut hat.

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Auf jeden Fall ist Luke Mockridge kein gecasteter Seiteneinsteiger, sondern hat sein Handwerk wirklich von der Pike auf gelernt- bei seinen Eltern, die 1983 das berühmte Improvisationstheater Springmaus ins Leben riefen. Sein Stand Up-Talent konnte er bei "Night Wash" (WDR) oder im Quatsch Comedy Club (Prosieben) unter Beweis stellen.

Verjüngung als Quotenstrategie

Mit Luke Mockridge könnte der Sender ProSieben gleichzeitig eine Verjüngung an der Entertainment-Front einleiten, um werberelevante Zielgruppen zu binden. Das gelingt aber auch nur dann, wenn Luke als Typ wirklich dauerhaft Quoten garantiert. Stefan Raab hat nicht von heute auf morgen Erfolg gehabt, sondern musste sich seine Führungsrolle über einen langen Zeitraum hart erarbeiten. Beim gesamten deutschen Fernsehpublikum dürfte der Kölner Luke Mockridge, Stand Up-Comedian mit Bachelor-Abschluss, noch ein Nobody sein. Aber vielleicht hat er ja das Zeug zum großen Entertainer, Stefan Raab wird ihm bestimmt widerspruchslos seine großen Fernsehschuhe überlassen. Geben wir Luke Mockridge einfach seine Chance...

jh   

 

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