Das Warten hat sich ausgezahlt. Clarkson & Co haben bei Amazon unterschrieben. Eine wirkliche Sensation, denn die Chancen für diesen Deal mit Amazon standen 100:1, so jedenfalls die englischen Buchmacher. Wahrscheinlicher wäre die Produktion einer neuen Autoshow mit dem Streaming-Anbieter Netflix gewesen.

Das beliebte Moderatorentrio James May, Jeremy Clarkson und Richard Hammond wird in Zukunft nicht mehr kostenfrei zu sehen sein

Unter den vielen Fans des Moderatorentrios Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May waren aber nicht nur Freudenschreie zu hören, denn viele, die noch nicht bei Amazon Prime angemeldet sind, realisierten, dass sie ihre Lieblinge in Zukunft nur mehr noch sehen können, wenn sie bezahlen und zwar gar nicht so wenig.

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Die jährlichen Kosten für Amazon Prime belaufen sich auf 79 Pfund. Clarkson & Co haben für drei Jahre unterschrieben, ergibt zusammengerechnet 237 Pfund.

Die rivalisierenden Autoshows gipfeln in einen Beliebtheitswettbewerb zwischen Jeremy Clarkson und Chris Evans

Diese Summe könnte aber auch die Schwachstelle im Konzept von Clarkson & Co sein. Jeder, der die Berichterstattung der letzten Monate über die Causa „Top Gear“ so einigermaßen mitverfolgt hat, weiß, dass bei Ausstrahlung der konkurrierenden Autoshows die BBC und Amazon in einen Beliebtheitswettbewerb ungeahnten Ausmaßes treten werden. Der Sieger wird dann entweder Chris Evans oder Jeremy Clarkson heißen. Der Verlierer bleibt auf seinen Kosten sitzen und die sind enorm.

Chris Evans ist kostenlos zu sehen und Jeremy Clarkson kostet 237 Pfund?

Wie auf „recombu.com“ zu lesen, beläuft sich für Amazon der Wert der drei Staffeln zu je 12 Folgen auf geschätzte 160 Mio.

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britische Pfund und die gilt es einmal hereinzuverdienen. Wenn es rein um die Beliebtheitsfrage ginge, hätte wahrscheinlich Jeremy Clarkson mit seinen Co-Moderatoren Richard Hammond und James May die Nase vorne, denn die Produktion der neuen „Top Gear“-Folgen mit Chris Evans scheint nicht so recht in die Gänge zu kommen. Also Sieg auf voller Linie, wäre da nicht die Tatsache, dass sich viele erst bei Amazon Prime anmelden müssten und die Frage im Raum steht, ob sie das auch wirklich machen werden.

Ist die „Top Gear“-Konkurrenzshow von Hammond, Clarkson und May über Amazon überhaupt zu finanzieren?

Es besteht trotz der „Anmeldepflicht“ bei Amazon Prime kein Grund sich um die Zukunft von Clarkson & Co Sorgen zu machen, denn wenn man den Ausführungen von „recombu.com“ Glauben schenken darf, müssten nur 2% der 350 Mio. Zuschauer, die bis jetzt Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond die Treue gehalten haben, dies auch weiterhin tun und die Kosten wären wieder eingespielt. Gar nicht so unrealistisch. Bleibt mit Spannung zu erwarten, was Clarkson & Co für die neue Show so alles einfällt.

Foto: fuba recorder - CC-BY 2.0 - flickr.com #Fernsehserien #Fernsehen