Am 20.09.2015 fanden die 67. Emmy Award Verleihungen im Microsoft Theater in Los Angeles statt - wir verraten Ihnen, wer abgeräumt hat, wieso die Emmy Nacht von historischer Bedeutung ist und welche Überraschungen stattfanden !

Erstmals in diesem Jahr standen für jede Sparte 7 Nominierungen zur Auswahl (bisher waren dies nur 6), auch wurde die Unterteilung in die Sparten anhand der Episodenlänge vorgenommen - unter 30 Minuten Länge gehören Serien in die Sparte Comedy, länger laufende Episoden zählen zum Drama.

Die Sparte Comedy

Als beste Comedyserie konnte Veep - die Vizepräsidentin das Gremium überzeugen - nicht ganz zufällig mag dieser Erfolg im Vorfeld der US-Wahlkämpfe wirken.

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Als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie wurde hier das erste Mal an diesem Abend Geschichte geschrieben: mit Jeffrey Tambor erhielt das erste Mal seit Beginn der Verleihungen die Darstellung einer transsexuellen Figur eine Auszeichnung für die Serie Transparent.

Julia Louis-Dreyfus erhielt den Preis für die beste Hauptdarstellerin im Format Comedy, ebenfalls für Veep - die Vizepräsidentin. Sie bedankte sich mit den Worten Donald Trump's: "Es muss eine Ehre für Sie sein, mich heute zu ehren". Direkt im Anschluß witzelte die durch die trockenhumorige Serie Seinfeld bekannt gewordene Komödiantin, es würde immer schwerer, diesen "Blödsinn satirisch aufzubrechen". 

Ale beste Nebendarsteller der Sparte Comedy wurden Tony Hale (Veep - die Vizepräsidentin) und Allison Janney (Mom) geehrt. Bradley Whiteford (Transparent) und John Cusack (Shameless) wurden als beste Gastdarsteller (also Darsteller, die in weniger als 50 % der Sendezeit präsent waren) honoriert.

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Die Sparte Drama

 

 

Als beste Drama-Serie wurde, wenig überraschend, Game Of Thrones vom Emmy-Gremium bestimmt, ist der Erfolg der mit Intrigen gespickten Fantasy-Serie doch ungebrochen. Als bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie wurde Mad Men Darsteller Jon Hamm gekürt - nachdem dieser bereits mehrfach erfolglos nominiert war, konnte er dieses Mal endlich punkten. "Es muss sich um einen furchtbaren Fehler handeln", spaßte der Seriendarsteller, dessen Serie Mad Men die letzte Folge bereits hinter sich hat.

Von hier an schrieben die Emmy Awards 2015 dann Fernsehgeschichte, wurde doch die wunderbare Viola Davis als beste Hauptdarstellerin einer Dramaserie (How To Get Away With Murder) ausgezeichnet - als erste farbige Schauspielerin in der Geschichte der Emmy-Verleihungen. Sichtlich gerührt sprach Davis während Ihrer Dankesrede: "Das Einzige, das women of color von allen anderen trennt, sind Gelegenheiten. Man kann keinen Emmy für Rollen gewinnen, die es einfach nicht gibt.

Nachdem es nach den letzten Oscar-Verleihungen weltweit Proteste gab, da farbige Darsteller/-innen nicht angemessen gewürdigt werden, scheinen die Emmy-Awards nicht nur in Sachen künstlerischer, sondern auch sozialer Diversität langsam eine Vorreiter-Rolle einzunehmen.

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Ebenfalls recht erwartungsgemäß wurde auch Peter Dinklage erneut mit dem Emmy für den besten Nebendarsteller in einer Dramaserie (Game Of Thrones) ausgezeichnet, während die beste Nebendarstellerin mit Uzo Aduba (Orange Is The New Black) gefunden wurde. Reg E. Cathey (House Of Cards) und Margo Martindale (The Americans) wurden als beste Gastdarsteller gekürt.

 

Die Sparte Miniserie / Fernsehfilm

Als bester Fernsehfilm wurde Bessie gekürt, die beste Miniserie wurde Olive Kitteridge. Der Hauptdarsteller dieser Serie, Richard Jenkins, wurde ebenfalls ausgezeichnet. Die beste Hauptdarstellerin wurde Frances McDormand, ebenfalls für Olive Kitteridge, für das auch Comedy-Legende Bill Murray ausgezeichnet wurde. Für American Crime konnte Regina King den Preis als beste Nebendarstellerin einheimsen.

In weiteren Kategorien wurde John Daily für The Daily Show ausgezeichnet (beste Varieté-Show), The Voice gewann als bestes Reality Format.

 

 

 

 

 

Bild: flickr.com (Creative Commons) - Televisione Streaming ("E' la notte degli Emmy: come guardare in diretta la cerimonia?") #Fernsehserien #Hollywood #Fernsehen